Verkündet, Bitcoin bis 2065 zu halten! Strategy-CEO unterstützt Bitcoin, „Diamond Hands“-Strategie reagiert auf FUD

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Unter dem entschlossenen Bekenntnis von Strategy, der weltweit größten Institution mit Unternehmens-Bitcoin-Beständen, versucht der Kryptowährungsmarkt nach dem Durchbrechen wichtiger Unterstützungen einen Boden zu finden. Phong Le, CEO von Strategy, erklärte in einem Interview mit CNBC unmissverständlich, dass das Unternehmen plant, seine 650.000 Bitcoins (im Wert von etwa 58 Milliarden US-Dollar) bis zum Jahr 2065 zu halten – es sei denn, es käme zu einer jahrzehntelangen extremen Liquiditätskrise. Um Zweifel an der finanziellen Gesundheit des Unternehmens auszuräumen, sammelte Strategy kürzlich in nur achteinhalb Tagen blitzschnell 1,44 Milliarden US-Dollar ein und schuf damit einen Reservepool, der Dividendenzahlungen für 21 Monate abdeckt. Obwohl der Bitcoin-Preis die 90.000-Dollar-Marke unterschritten hat und die technische Analyse zeigt, dass sich der Kurs weiterhin innerhalb einer 18-monatigen „Cup-and-Handle“-Bodenformation befindet, liegt die Markterwartung für eine kurzfristige Erholung auf 100.000 US-Dollar bei nur 28,8 %.

Konfrontation mit der Marktturbulenz: Strategys „2065-Deklaration“ und defensive Kapitalbeschaffung

Als der Bitcoin-Preis am 7. Dezember die psychologisch wichtige 90.000-Dollar-Schwelle unterschritt und Panikstimmung am Markt aufkam, trat der größte „Unternehmens-Bitcoin-Wal“ Strategy an die Öffentlichkeit und vermittelte mit einer entschlossenen Haltung Stabilität. CEO Phong Le sorgte in der CNBC-Sendung „Power Lunch“ mit seiner „2065-Deklaration“ für Aufsehen: Das Unternehmen werde seine Bitcoins nur im Falle einer mehr als Jahrzehnte andauernden Liquiditätskrise verkaufen – ansonsten halte man unbeirrt an der Langfriststrategie fest.

Diese Aussage ist kein bloßes Lippenbekenntnis, sondern wird durch konkrete finanzielle Maßnahmen untermauert. Le wies insbesondere Gerüchte zurück, Strategy könne Dividenden nicht mehr bedienen, und bezeichnete sie als „FUD“ (Fear, Uncertainty, Doubt – Angst, Unsicherheit, Zweifel). Er enthüllte, dass das Unternehmen jüngst innerhalb von nur achteinhalb Tagen 1,44 Milliarden US-Dollar aufgebracht habe, speziell als Dividendenreservefonds, ausreichend für die nächsten 21 Monate. Dieser Schritt sei laut Le eine „FUD-Beseitigung“ und ein Beweis für die starke Finanzierungskraft des Unternehmens selbst in Abwärtszyklen. Er betonte, Strategy habe bereits den Bärenmarkt 2022 vollständig durchgestanden und werde seine Kernstrategie – Aktien oder Anleihen mit Aufschlag auf den Nettoinventarwert begeben und mit dem Erlös Bitcoin zukaufen – trotz kurzfristiger Schwankungen nicht ändern, höchstens das Tempo bei Marktschwäche drosseln.

Wichtige Kennzahlen zu Strategys Beständen und jüngsten Verteidigungsmaßnahmen

  • Bitcoin-Bestand: 650.000 BTC (andere Quelle: 660.624 BTC), etwa 3,1 % des Gesamtangebots.
  • Bestandswert (aktueller Kurs): ca. 58 Mrd. US-Dollar (bei 660.624 Stück: 59,82 Mrd. US-Dollar).
  • Durchschnittlicher Einstandskurs: 74.696 US-Dollar.
  • Nicht realisierter Gewinn: ca. 10,473 Mrd. US-Dollar (auf Basis des höheren Bestands und Einstandskurses).
  • Neueste Kapitalaufnahme: 1,44 Mrd. US-Dollar (innerhalb von 8,5 Tagen abgeschlossen).
  • Verwendung: Aufbau eines Dividendenreservefonds, deckt 21 Monate Dividendenzahlungen ab.
  • CEO-Versprechen: Geplante Bitcoin-Haltedauer bis 2065, außer bei jahrzehntelanger Liquiditätskrise.

Signalwirkung: Warum eine „Nie-Verkaufen“-Garantie ausgerechnet im Markttief?

Dass Strategy sein extrem langfristiges Commitment gerade in einer Phase schwacher Marktstimmung und nach dem Durchbruch kritischer Unterstützungen kommuniziert, ist vielschichtig zu deuten. Zum einen handelt es sich zweifellos um einen „Psychokrieg“ gegen die Bären. Zuletzt wurden Fragen zur Dividendenfähigkeit und zur Tragfähigkeit des hochpreisigen Finanzierungsmodells laut, Shortseller könnten dies ausnutzen. Phong Le setzt mit dem quasi ewigen Zeithorizont „2065“ und der blitzschnellen Großfinanzierung ein Signal für die finanzielle Widerstandsfähigkeit und strategische Konsequenz des Unternehmens – und entkräftet so direkt das Narrativ der Leerverkäufer.

Zum anderen ist dies eine erneute und verstärkte Bestätigung des eigenen Kerngeschäftsmodells, nämlich als „Bitcoin-natives“ Unternehmen zu agieren. Strategy sieht sich als Vehikel, mit dem Investoren über börsengehandelte Aktien ein Bitcoin-Exposure erhalten. Der Aktienkurs ist eng an den Bitcoin-Preis und das Vertrauen in die Unternehmensstrategie gekoppelt. Da inzwischen Spot-Bitcoin-ETFs einen bequemeren Zugang bieten, muss Strategy den Investoren mehr „Mehrwert“ als ein ETF bieten: radikale Überzeugung und einen extrem langen Anlagehorizont – genau das ist die beabsichtigte, einzigartige Story und der Burggraben. Die Botschaft an die Aktionäre lautet: Ihr investiert nicht in einen Fonds, der jederzeit umschichtet, sondern in ein Unternehmen, das Bitcoin als permanenten Kernreservewert betrachtet – ein „neues Unternehmen des digitalen Zeitalters“.

Ebenfalls bedeutsam ist der Aspekt eines öffentlichen Bekenntnisses zum langfristigen Wert von Kryptowährungen. Phong Le mahnte im Interview, sich nicht von den Rückgängen der vergangenen zwei Monate täuschen zu lassen, sondern auf die annualisierte Rendite von 45 % in den letzten fünf Jahren zu blicken – Bitcoin sei eine der weltweit leistungsstärksten Anlageklassen. Mit dieser Argumentation rückt er die aktuellen Schwankungen in einen langfristigen Kontext und appelliert an Investoren, „Diamond Hands“ (langfristig festhalten) zu zeigen – letztlich ein Plädoyer für den langfristigen Ansatz der gesamten Branche.

Technisches Bild unter Druck: Bullen-Bären-Kampf und Schlüsselzonen im Cup-and-Handle-Muster

Trotz des entschlossenen Bekenntnisses der Großinvestoren muss sich der Bitcoin-Markt kurzfristig der technischen Analyse stellen. Aktuell notiert Bitcoin um die 89.000 US-Dollar und befindet sich laut Chart in einer 18-monatigen „Cup-and-Handle“-Bodenformation – ein klassisches mittelfristiges bullisches Fortsetzungsmuster. Allerdings befindet sich der Kurs gegenwärtig in der Rücksetzphase des „Handles“, was die Geduld der Bullen strapaziert.

Mit dem Unterschreiten der 90.000-USD-Marke wird der Bereich von 80.700 bis 85.000 US-Dollar (Korrelation mit unterem Bollinger-Band und Vormonatstief) zur entscheidenden letzten Bastion. Ein Tagesschluss unterhalb dieses Bereichs könnte die bullische Struktur zerstören und einen Rückgang auf 70.000 US-Dollar ermöglichen. Auf der Oberseite liegt der erste starke Widerstand bei 100.000 bis 100.300 US-Dollar (mittleres Bollinger-Band und psychologische Marke). Erst ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone würde das Ende der Korrektur und die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends signalisieren. Laut Marktdatenmodellen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erholung über 100.000 US-Dollar derzeit bei etwa 28,8 %, während die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs auf das vorherige Tief bei 82.000 US-Dollar mit 57 % deutlich höher ist – ein Ausdruck der vorsichtigen Marktstimmung.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 34,6 und signalisiert, dass sich der Markt im Rahmen des größeren bullischen Musters kurzfristig im überverkauften Bereich befindet. Das schafft Voraussetzungen für eine technische Gegenbewegung. Deren Nachhaltigkeit und Ausmaß hängen jedoch davon ab, ob sich auf der Käuferseite Anschlusskäufe zeigen und ob die Entschlossenheit von Institutionen wie Strategy in breiteres Marktvertrauen umschlägt.

Wettstreit der Modelle: Die Bitcoin-Strategie der Unternehmens-Treasury im Härtetest der Zeit

Strategys „2065-Deklaration“ betrifft nicht nur das eigene Unternehmen, sondern rückt das gesamte Modell „Bitcoin in der Unternehmens-Treasury“ ins Scheinwerferlicht. Wie Liquid Capital-Gründer Yihua Yi treffend formuliert: „Ich glaube, Wall Street wird am Ende immer gewinnen. Bitmine ist wie einst Strategy und durchlebt gerade eine schmerzhafte Phase.“ Dieser Satz bringt das gemeinsame Problem der DATs (Digital Asset Treasury Companies) auf den Punkt: Im Post-Arbitrage-Zeitalter, in dem der Aktienkursaufschlag verschwindet und der ETF-Wettbewerb zunimmt, müssen sie den Mehrwert ihres Modells beweisen.

Strategy und Bitmine stehen dabei für zwei unterschiedliche Evolutionspfade. Strategy hält an der Erzählung des „ultimativen Wertspeichers“ fest und stärkt sein Modell durch finanzielle Defensive (Kapitalbeschaffung) und einen quasi unendlichen Anlagehorizont. Bitmine hingegen will auf ein „produktives Kapital“-Modell umstellen und plant, durch Ethereum-Staking Erträge zu generieren. Beide versuchen, die gleiche Frage zu beantworten: Wenn der Zugang über ETFs den Aufschlag beseitigt, worin liegt dann der Zusatznutzen börsennotierter Krypto-Unternehmen?

Der Ausgang dieses Modellwettstreits wird die künftigen Wege institutionellen Kapitals in Krypto entscheidend prägen. Gelingt es Strategy, mit radikalem Durchhaltevermögen und finanzieller Stärke diese Bewährungsprobe zu überstehen und im nächsten Bitcoin-Bullenzyklus erneut als „Verstärker“ zu glänzen, könnte das Narrativ der „Bitcoin-first companies“ eine Renaissance erleben. Bleibt die Aktie jedoch unter Druck oder muss sogar Bitcoin verkauft werden, wäre das ein Signal für das allmähliche Ablösen dieses frühen Innovationsmodells durch standardisierte, günstigere Finanzprodukte (wie ETFs). Phong Les „2065“ ist somit sowohl ein Versprechen als auch eine Wette.

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