Die globale Forschungs- und Brokerfirma Bernstein, die Vermögenswerte von über 790 Milliarden US-Dollar verwaltet, hat angekündigt, dass der traditionelle Vierjahreszyklus von Kryptowährungen vorbei ist. Das Unternehmen hat das Kursziel für Bitcoin für 2026 auf 150.000 US-Dollar angehoben, für 2027 wird ein zyklischer Höchststand von 200.000 US-Dollar erwartet und das langfristige Ziel für 2033 liegt sogar bei 1 Million US-Dollar. Analysten bezeichnen dies als einen „langfristigen Bullenmarkt“, dessen Kernlogik darin besteht, dass institutionelle Käufe eine völlig neue Marktstruktur schaffen.

(Quelle: Sovryn)
Matthew Sigel, Leiter der digitalen Asset-Research bei VanEck, zitiert die Ansicht von Bernstein, dass nach der jüngsten Marktkorrektur „das Bitcoin-Zyklusmuster von vier Jahren durchbrochen worden ist und wir uns jetzt in einem längeren Bullenmarktzyklus befinden, bei dem nachhaltige institutionelle Käufe jede Panikverkäufe von Privatanlegern ausgleichen.“ Die Daten, die diese Schlussfolgerung stützen, sind äußerst überzeugend. Obwohl Bitcoin seit Anfang Oktober um etwa 30 % gefallen ist, liegen die Abflüsse über ETFs nur bei rund 5 %. Dies unterstreicht den starken Kontrast zwischen dem Vertrauen institutioneller Anleger und dem Verhalten von Privatanlegern.
Der traditionelle Vierjahreszyklus basiert auf dem Bitcoin-Halving-Mechanismus, bei dem alle vier Jahre die Mining-Belohnung halbiert wird. Das Angebotsschock sorgt für steigende Preise, gefolgt von einer Bärenmarkt-Korrektur. Der Eintritt institutioneller Investoren hat diese Logik jedoch grundlegend verändert. ETFs bieten einen regulierten Zugang, sodass Pensionsfonds, Staatsfonds und Unternehmensfinanzabteilungen Bitcoin stabil allokieren können. Diese kontinuierlichen Käufe werden nicht mehr vom Halving-Zyklus, sondern vom langfristigen Bedarf an Asset-Allokation getrieben. Bernsteins Analyse zeigt, dass mit dem Aufkommen institutioneller Käufe als dominierende Kraft die Marktschwankungen abnehmen, die Bullenmarktzyklen sich verlängern und der traditionelle Vierjahresrhythmus schließlich ausgedient hat.
Die Analysten David Brickell und Chris Mills vom London Crypto Club glauben, dass die Liquiditätsspritze der US-Notenbank am Mittwoch ein starker Katalysator sein könnte, der Bitcoin zu einem „deutlichen Anstieg“ verhelfen könnte. Sie sagen, dass die Zentralbank bereit sei, eine „dovishe Überraschung“ zu liefern. Sie schreiben: „Da die Fed im Grunde genommen die Druckerpresse startet, um das Defizit zu monetarisieren, werden wir in einen anhaltenden Zinssenkungszyklus eintreten und gleichzeitig ihre Bilanz ausweiten.“
Dies passt perfekt zur makroökonomischen Erzählung des 150.000-US-Dollar-Kursziels von Bernstein. Die M2-Geldmenge liegt auf einem Rekordhoch von 22,3 Billionen US-Dollar; nach dem Ende der quantitativen Straffung könnte der Wiederaufbau der Reserven monatlich 35 Milliarden US-Dollar an Liquidität in den Markt bringen. Historische Daten zeigen, dass Bitcoin auf Liquiditätszyklen sensibler reagiert als auf Zinsänderungen. Nachdem die Fed im März 2020 unbegrenztes QE eingeführt hatte, stieg der Bitcoin-Kurs von 3.800 auf 69.000 US-Dollar – ein direktes Ergebnis des Liquiditätsüberflusses. Sollte die Liquidität bis 2026 weiter zunehmen, ist das Kursziel von 150.000 US-Dollar durchaus plausibel.
(Quelle: Trading View)
Der Wochenchart zeigt, dass Bitcoin die entscheidende Unterstützung bei 78.000 US-Dollar gehalten hat. Diese Marke trennt einen tieferen Bärenmarkt von einer Fortsetzung des makroökonomischen Aufwärtstrends. Trotz erheblicher Kursrückgänge hat sich der Preis in der Nähe der 20-Wochen-Linie stabilisiert, während die 50-Wochen-Linie weiterhin nach oben zeigt. Dies deutet darauf hin, dass der langfristige Trend trotz der Korrektur intakt bleibt. Der RSI hat sich auf das mittlere 40er-Niveau abgekühlt, was zeigt, dass der Markt aus dem überkauften Zustand zurückgekehrt ist, aber keine extrem überverkauften Werte wie bei wichtigen Zyklustiefs erreicht hat.
Solange Bitcoin sich im Bereich von 78.000 US-Dollar hält, deutet diese Struktur darauf hin, dass er sich in einer Konsolidierungsphase innerhalb eines größeren Bullenmarktzyklus befindet. Ein Rebound über 102.000 US-Dollar würde auf eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends hindeuten, während ein Durchbruch des Widerstands bei 108.000 US-Dollar neue Höchststände bestätigen würde. Aus Chance-Risiko-Perspektive bietet das aktuelle Niveau eine gute Einstiegsmöglichkeit; sollte Bernsteins Prognose eintreffen, bedeutet ein Anstieg von 90.000 auf 150.000 US-Dollar ein Aufwärtspotenzial von 66 %.
Bernsteins revolutionäre Prognose ist nicht nur ein Zahlenspiel, sondern Ausdruck eines fundamentalen Wandels in der Marktstruktur von Bitcoin. Wenn Institutionen zur dominierenden Kraft werden und Bitcoin sich vom Spekulationsobjekt zum Allokations-Asset entwickelt, ist der traditionelle Zyklus überholt und ein langfristiger Bullenmarkt wird zur neuen Normalität.
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