Da der Umfang des Minings in der Krypto-Branche weiter schrumpft, beschleunigt der Bitcoin-Miner und Energieversorger Greenidge Generation die Anpassung seiner Vermögensstruktur und kündigte den Verkauf seines verbleibenden Grundstücks sowie der künftigen 60 Megawatt (MW) Strombezugsrechte in Spartanburg, South Carolina, an. Laut am Dienstag eingereichten Unterlagen verkauft das Unternehmen zwei Grundstücke mit insgesamt 152 Acres an eine Tochtergesellschaft des Immobilienriesen Lightstone Group und überträgt zugleich die Rechte an der „Initiallast“ von 60 MW, wobei der entsprechende Strom voraussichtlich ab September 2026 genutzt werden kann.
Den Vertragsbedingungen zufolge zahlt Lightstone bei Abschluss eine Anzahlung von 18 Millionen US-Dollar in bar (vorbehaltlich Anpassungen für Umspannwerkskosten) und leistet je nach zukünftiger Stromerzeugung, die die Initiallast übersteigt, bis spätestens Ende 2030 weitere Zahlungen von bis zu 18 Millionen US-Dollar an Greenidge. Diese „Erfolgszahlungen“ werden mit 180.000 US-Dollar pro Megawatt berechnet und durch eine unwiderrufliche Bürgschaft von Lightstone abgesichert. Der Käufer hat bereits eine nicht rückzahlbare Anzahlung von 1,5 Millionen US-Dollar geleistet; der Abschluss der Transaktion wird um den 11. Dezember erwartet, abhängig vom Abschluss der Übertragung der Stromrechte.
Bemerkenswert ist, dass sich dieses Grundstück stark mit dem zuvor an Data Journey verkauften Standort von Greenidge überschneidet. Im Dezember 2024 verkaufte Greenidge die Entwicklungsrechte für ein Rechenzentrum auf dem Grundstück für 12,1 Millionen US-Dollar, behielt jedoch eine 8%ige Gewinnbeteiligung an künftigen Erlösen. Bereits damals verfügte der Standort über einen Stromanschluss von 60 MW, der für den Aufbau neuer Rechenzentrumsinfrastruktur genutzt werden kann.
Greenidge hatte das Grundstück während des Krypto-Bullenmarkts 2021 für 15 Millionen US-Dollar erworben und auf einem Teil davon eine 44MW-Bitcoin-Mine errichtet. Im Rahmen der Schuldenrestrukturierung 2023 wurde diese Mine an NYDIG übertragen, während Greenidge das verbleibende Grundstück behielt, das nun ebenfalls verkauft wird.
Der Verkauf zeigt, dass das Unternehmen angesichts sinkender Mining-Erträge, steigender Energiekosten und zunehmendem finanziellem Druck seine Vermögensstruktur durch den Verkauf von Land und Stromrechten weiter optimiert. Gleichzeitig spiegelt dies wider, dass sich die US-Bitcoin-Mining-Branche von einer Expansionsphase hin zu einer Phase der Konsolidierung und Schrumpfung bewegt.
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