Gate News-Nachricht, 16. April — Zonda, eine in Polen ansässige Kryptowährungsbörse, hat eine kritische Krise offengelegt, die ein unzugängliches Cold Wallet mit etwa 4.503 Bitcoin betrifft, im Wert von rund $334 million. CEO Przemysław Kral machte die Wallet-Adresse heute erstmals öffentlich und erklärte, der private Schlüssel sei während der Übernahme des Unternehmens nie an die Firma übertragen worden. Die letzte On-Chain-Transaktion des Wallets fand im November 2025 statt. Kral gab an, die Schlüsselübertragung sei geplant gewesen, vom Gründer und ehemaligen CEO von Zonda, Sylwester Suszek, vorgenommen zu werden, der seit März 2022 nicht erreichbar ist.
Die Lage löste einen starken Anstieg bei den Auszahlungsanfragen aus. Laut Kral — die Börse verarbeitet normalerweise rund 100.000 Auszahlungsanfragen pro Jahr — erhielt Zonda innerhalb weniger Tage rund um den 6. April mehr als 25.000 Anfragen. Auslöser waren Panikreaktionen nach negativer Medienberichterstattung. Die Blockchain-Analyseplattform Recoveris meldete Bedenken hinsichtlich des Rückgangs des Hot-Wallet-Bestands der Börse und warnte vor einem möglichen Konkursrisiko. Polnische Behörden sollen die Börse untersuchen.
Kral wies Vorwürfe einer zweckwidrigen Verwendung von Geldern zurück und stellte klar, dass Zonda über mehr als 4.500 Bitcoin verfügt und alle Verpflichtungen erfüllen kann. Der polnische Abgeordnete Tomasz Mentzen schlug auf X vor, dass das Cold Wallet aufgrund des Verschwindens von Suszek dauerhaft verloren sein könnte, doch Kral bestätigte nicht ausdrücklich, dass die Gelder definitiv verloren sind. Das Management kündigte Pläne an, rechtliche Schritte gegen das zu verfolgen, was es als unbegründete Anschuldigungen bezeichnet, und gleichzeitig versprach, alle ausstehenden Auszahlungen abzuwickeln.