Am 4. Mai 2026 reichte World Liberty Financial eine Verleumdungsklage gegen Justin Sun ein und warf dem TRON-Gründer vor, nach einer Einschränkung des Zugriffs auf seine WLFI-Token eine öffentliche Kampagne gegen das Unternehmen gestartet zu haben. Sun hatte seinerseits am 21. April eine eigene Klage eingereicht und behauptet, das Unternehmen habe seine Bestände rechtswidrig eingefroren und ihm die Ausübung seiner Stimmrechte verwehrt.
Der Streit geht auf WLFI-Token-Übertragungen an Börsen im September 2025 zurück. World Liberty Financial machte Sun für Fehlverhalten verantwortlich, darunter Leerverkäufe und Kursunterdrückung, was dazu geführt habe, dass das Unternehmen mit Sun in Verbindung stehende Wallets auf die Blacklist setzte und Hunderte Millionen freigeschalteter Token sowie Milliarden gesperrter Token einfriern ließ. Sun, der im November 2024 30 Millionen US-Dollar investiert hatte und seine Gesamtinvestition auf etwa 75 Millionen US-Dollar erhöht hatte, wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete das Einfrieren als rechtswidrige Wegnahme von Vermögenswerten. WLFI wurde Anfang Mai 2026 nahe 0,06 US-Dollar gehandelt, etwa 70-80% niedriger als zuvor.