Der Bericht „Global Gold Demand Trends“ des World Gold Council für das 1. Quartal 2026 zeigte, dass globale physische Gold-ETFs im ersten Quartal weiterhin Nettozuflüsse verzeichneten; die Bestände stiegen um 62 Tonnen, obwohl die Entwicklung hinter dem stärkeren Nettozufluss von 230 Tonnen im 1. Quartal 2025 zurückblieb. Im März kam es zu erheblichen Abflüssen aus US-basierten Fonds, wodurch der robuste Zuflussimpuls, der zu Jahresbeginn aufgebaut worden war, wieder umgekehrt wurde.
Dynamik der regionalen Mittelströme
Asiatische Investoren trieben eine erhebliche Nachfrage, indem sie im 1. Quartal 2026 84 Tonnen Gold-ETFs kauften. Im Gegensatz dazu verzeichneten westliche Märkte im betrachteten Zeitraum nur moderate Rückgänge bei den Beständen. Die Divergenz zwischen den Regionen spiegelte unterschiedliche Investitionsstimmung wider: Abflüsse aus westlichen Märkten im März dämpften insbesondere die gesamten Ergebnisse des Quartals.
Trends beim Schmuckkonsum
Die weltweite Nachfrage nach Schmuckkonsum ging im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 300 Tonnen im 1. Quartal 2026 zurück, da gestiegene Goldpreise die Transaktionsvolumina in den wichtigsten Märkten weltweit bremsten. Wenn die Nachfrage jedoch nach dem Ausgabewert statt nach dem Volumen gemessen wurde, zeigte sich Wachstum, was darauf hindeutet, dass die Kaufbereitschaft der Verbraucher für Goldschmuck trotz Preisen, die auf historisch hohen Niveaus gehandelt wurden, weiterhin robust blieb.