Laut Analysten von Morgan Stanley stieg Western Digital (WDC) am Montag (16. Juni) um 16% auf 653,53 US-Dollar und Seagate (STX) legte um 9,4% auf 1.018,80 US-Dollar zu – damit waren sie die größten Tagesgewinner im S&P 500. Analyst Erik Woodring erhöhte das Kursziel für Seagate von 767 US-Dollar auf 1.035 US-Dollar und für Western Digital von 488 US-Dollar auf 650 US-Dollar. Als Grund nennt er sich ausweitende Engpässe bei der HDD-(Hard-Disk-Drive)-Versorgung, die durch AI-Inference und agentic AI-Workloads in Rechenzentren angetrieben werden.
Woodring schätzt, dass das aktuelle jährliche Wachstum der HDD-Nachfrage bei 40–50% liegt, während das Angebot nur um 30–35% steigt. Der Engpass dürfte voraussichtlich zwei bis drei Jahre anhalten. Jüngste Bestandsprüfungen zeigen, dass Original-Design-Hersteller (ODM) derzeit nur etwa eine bis zwei Wochen WDC-Bestand vor Ort haben. Da die Preise für NAND-Flash-Speicher steigen, haben sich HDDs für großvolumige Speicheranforderungen in Rechenzentren wieder als kosteneffizient erwiesen. Das versetzt beide Unternehmen in die Lage, ihre Preise in einem disziplinierten Rahmen anzuheben.