US-Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen steigt auf 4,23%, da Warsh die Kommunikation der Fed-Politik umstellt

Am Montag (22. Juni) zogen die Renditen der US-Staatsanleihen deutlich an, nachdem Fed-Chair Kevin Warsh Signale gesendet hatte, dass nicht die Fed-Vorgaben, sondern die Markt-Erwartungen die Entscheidungen zu Zinsen, Inflation und der Konjunkturentwicklung steuern sollten. Die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihe stieg um 5 Basispunkte auf 4,23% und durchbrach damit die Zinsobergrenze der Fed von 3,50–3,75%. Auch die Benchmark-Rendite der 10-jährigen Anleihe legte um etwa 5 Basispunkte auf 4,51% zu, was die Preisgestaltung von 30-jährigen Hypotheken beeinflusst. Die Bewegungen kamen zustande, obwohl US-Rohöl unter 74 US-Dollar je Barrel fiel – damit wurde ein Viermonatsmuster gebrochen, in dem sich die Renditen von Anleihen im Gleichschritt mit den Ölpreisen bewegt hatten. Das deutet auf die Erwartungen von Anlegern hin, dass es künftig möglicherweise zu weiteren Zinserhöhungen kommen könnte.
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