Der US-Senat hat am 12. Mai mit 51 zu 45 Stimmen Kevin Warsh als Fed-Governor gebilligt und damit die letzte Runde von Abstimmungen vorbereitet, die den Weg für ihn ebnet, die Fed als Vorsitzender zu leiten (die voraussichtlich am Mittwoch stattfinden wird). Laut CBS News ist der 56-jährige Warsh ein heißer Kandidat, der die derzeitige Vorsitzende Powell (Jerome Powell) beerben soll; Powells 8-jähriger Vorsitz endet am Freitag.
Abstimmungsergebnis: 51-45 dafür, nur Fetterman wechselt parteiübergreifend zu Trump
Wichtige Zahlen für Warshs Ernennung zum Fed-Governor:
Ergebnis der Senatsabstimmung: 51 Stimmen dafür, 45 Stimmen dagegen
Parteienübergreifende Stimmabgabe: Der demokratische Senator John Fetterman (Pennsylvania) ist der einzige demokratische Senator, der den von Trump nominierten Kandidaten unterstützt
Amtszeit als Governor: 14 Jahre (bis 2040)
Amtszeit als Vorsitzender: 4 Jahre
Zeitplan der Vorsitzenden-Abstimmung: voraussichtlich 14. Mai (Mittwoch)
Ende der Amtszeit von Powell (amtierender Vorsitzender): 16. Mai (Freitag)
Warsh ist nicht neu im Fed-Umfeld. Er war 2006 bis 2011 bereits einmal Fed-Governor und durchlebte damit auch die Zeit der Finanzkrise 2008. Ausbildung: Stanford University und Harvard Law School; danach Research Fellow am Hoover Institution sowie Berater des Milliardärs-Investors Stanley Druckenmiller.
Warshs politische Position: Von „hawkish“ bis „offen für Zinssenkungen“
Warsh ist im Fed-System vor allem dafür bekannt, die Größe der Fed-Bilanz sowie den regulatorischen Pfad zu kritisieren. Nach der Finanzkrise 2008 hat er mehrfach öffentlich die Ausmaße der quantitativen Lockerung der Fed kritisiert und war damit deutlich anderer Linie als die Politik von Bernanke. Traditionell wird er als „hawkish“ eingeordnet.
Doch jüngst hat sich Warshs öffentliche Position nach außen verändert: Er zeigt „offene Haltung“ gegenüber Zinssenkungen und richtet sich damit an die Präferenz von Trump, dass der Fed-Vorsitz Zinssenkungen vorantreiben sollte. Diese Positionsänderung war ein Schlüsselgrund, warum Trump ihn schließlich als Kandidaten für den Vorsitz nominierte — Warsh stammt nicht aus dem „dove“-Lager, nimmt aber bei dem konkreten Politikpfad „Zinssenkungen im Jahr 2026“ eine offene Haltung ein.
Nach seinem Rücktritt als Vorsitzender wird Powell nicht vollständig aus der Fed verschwinden. Er bleibt als „rank-and-file member“ (Governor) im Amt, bis er mit „den Untersuchungen, die im Senat zu ihm durchgeführt werden“ zufrieden ist. Damit wird Powell zum ersten Fed-Vorsitzenden seit 75 Jahren, der nach dem Ausscheiden als Vorsitzender im Gremium bleibt.
Signale für Markt, Krypto und den Zins-Pfad
Ketten-Newsbeobachtung: Warshs Amtsantritt als Fed-Vorsitzender hat für Krypto und den Markt für Dollar-Vermögenswerte drei Ebenen an Bedeutung.
Erstens: Der Pfad zu Zinssenkungen könnte sich beschleunigen. Obwohl die jährliche CPI-Inflation im April bei 3,8% lag und damit den höchsten Stand seit 2023/5 markierte, zeigt der CME FedWatch, dass 2026 das ganze Jahr über keine Zinssenkungen erfolgen würden. Wenn Warsh wie erwartet den Vorsitz übernimmt, könnten die Markt-Erwartungen an „irgendeinen Zeitpunkt im zweiten Halbjahr“ für Zinssenkungen wieder anziehen. Vermögenswerte, die stark auf Zinsen reagieren — etwa BTC, Gold — könnten dadurch Kaufinteresse auf sich ziehen.
Zweitens: Die regulatorische Haltung der Fed gegenüber Krypto-Assets könnte sich lockern. Warsh hat in der Vergangenheit die Beschränkungen der Fed für Geschäftsbanken kritisiert, die digitale Vermögenswerte anbieten. Wenn er die Politikrahmen der Fed für Bank-Krypto-Geschäfte neu gestaltet, könnten davon auch US-Stablecoins und BTC-Institutions-Custody profitieren.
Drittens: Beobachtung der Fed-Unabhängigkeit auf lange Sicht. Warsh hat zwar einen unabhängigen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund, doch in der Nominierungsphase wurde seine „Dove“-Wende bei der Haltung zu Zinssenkungen so wahrgenommen, dass der Markt bereits über die Unabhängigkeitsfrage der Fed unter dem Einfluss des Trump-Exekutivapparats diskutiert. Das ist eine Frage von tieferer, struktureller Bedeutung für die langfristige Glaubwürdigkeit des Dollars.
Weiter verfolgbar sind unter anderem: die endgültigen Ergebnisse der Abstimmung zur Vorsitzenden-Nominierung am 14.5., das Tonergebnis der ersten FOMC-Sitzung nach Warshs Amtsantritt (im Juni) sowie der Einfluss, den Powells Verbleib als Governor nach dem Ausscheiden auf die Abstimmungsökologie innerhalb der Fed haben wird.
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