Standard Chartered prognostiziert: AAVE könnte bis 2030 auf 3.500 US-Dollar steigen.

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  • Standard Chartered peilt AAVE bei 3.500 US-Dollar bis 2030 an, was eine 50-fache Steigerung bedeutet.
  • Tokenisierte reale Vermögenswerte könnten das Kreditwachstum und die Protokolleinnahmen ankurbeln.
  • Auch Grayscale sieht Aufwärtspotenzial und bewertet AAVE auf nahe 175 US-Dollar innerhalb eines Jahres.

Das Aave-Protokoll – AAVE – wird zwar weit unter seinen früheren Höchstständen gehandelt, doch eine große Bank sieht großes Aufwärtspotenzial. Standard Chartered hat eine Berichterstattung über Aave mit einer ehrgeizigen langfristigen Prognose gestartet. Die Bank glaubt, dass das dezentrale Finanzprotokoll im nächsten Jahrzehnt zu einem großen Nutznießer tokenisierter Vermögenswerte werden könnte. Wenn sich diese These bewahrheitet, könnten AAVE-Inhaber bis 2030 einen der stärksten Zuwächse im Kryptomarkt verzeichnen.

BREAKING: Standard Chartered projects Aave to hit $3,500 by 2030.

The bank says DeFi lending is entering its next major growth cycle, with Aave positioned to capture the upside. pic.twitter.com/GjjuwUhAxx

— MSB Intel (@MSBIntel) June 24, 2026

Standard Chartered zeichnet AAVEs Weg zu 3.500 US-Dollar auf

Der Leiter der Digital-Asset-Forschung von Standard Chartered, Geoff Kendrick, erwartet, dass AAVE bis Ende 2030 3.500 US-Dollar erreicht. Da AAVE bei etwa 76 US-Dollar gehandelt wird, bedeutet dieses Ziel einen Gewinn von rund dem 50-fachen gegenüber dem aktuellen Niveau. Die Prognose folgt einem schrittweisen Wachstumspfad. Kendrick erwartet, dass AAVE bis Ende 2026 auf 180 US-Dollar steigt. Die Prognose steigt dann auf 600 US-Dollar im Jahr 2027, 1.200 US-Dollar im Jahr 2028 und 2.200 US-Dollar im Jahr 2029. Der letzte Meilenstein liegt bei 3.500 US-Dollar im Jahr 2030.

Kendrick beschreibt Aave als eine auf Blockchain basierende Bank, die von Smart Contracts angetrieben wird. Das Protokoll arbeitet ohne traditionelle Angestellte oder Kreditbearbeiter. Jeder Prozess läuft über automatisierten Code. AAVE hat bereits eine beträchtliche Größe. Im Oktober 2025 erreichten die Einlagen fast 75 Milliarden US-Dollar. Laut Kendrick würde diese Zahl im Hinblick auf die Einlagengröße zu den größten Banken in den Vereinigten Staaten gehören.

Das Jahr 2026 brachte jedoch Herausforderungen mit sich. Im April nutzten Angreifer eine LayerZero-betriebene Brücke aus und stahlen etwa 292 Millionen US-Dollar in rsETH. Diese Vermögenswerte tauchten später als Sicherheiten auf mehreren DeFi-Plattformen auf, darunter auch Aave. Der Vorfall setzte Aave potenziellen Verlusten von bis zu 230 Millionen US-Dollar aus. Die Einlagen gingen zurück, während die Kreditaktivität nachließ. Als Reaktion fror das Protokoll die mit rsETH verbundenen Märkte ein.

Tokenisierte Vermögenswerte könnten zukünftiges Wachstum antreiben

Die optimistische Prognose von Standard Chartered hängt stark von tokenisierten realen Vermögenswerten ab. Die Bank erwartet, dass dieser Sektor bis 2030 um das 37-Fache wächst. Der gesamte Marktwert könnte etwa 2,7 Billionen US-Dollar erreichen. Dieses Wachstum ist wichtig, da Aave Einnahmen aus Einlagen und Kreditaktivitäten erzielt. Mehr tokenisierte Vermögenswerte könnten die Kreditnachfrage erhöhen und die Protokolleinnahmen steigern.

Aave Horizon stellt einen weiteren wichtigen Teil der Strategie dar. Die genehmigungspflichtige Kreditplattform ermöglicht es zugelassenen Institutionen, Kredite gegen tokenisierte Vermögenswerte aufzunehmen. Bis Ende Mai unterstützte Horizon aktive Kredite im Wert von rund 163 Millionen US-Dollar. Der breitere Markt für tokenisierte Vermögenswerte liegt derzeit bei etwa 30 Milliarden US-Dollar. Das lässt erheblichen Spielraum für Expansion, wenn die institutionelle Akzeptanz zunimmt.

GHO, Aaves nativer Stablecoin, stärkt ebenfalls das Ökosystem. Das Angebot ist seit der Einführung im Jahr 2023 auf rund 600 Millionen US-Dollar gestiegen. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern fließen alle GHO-bezogenen Gebühren direkt zurück zum Protokoll. Die Marktstimmung hat sich zuletzt verbessert. AAVE erholte sich von den Juni-Tiefs nahe 58 US-Dollar und wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung bei etwa 76 US-Dollar gehandelt. Analysten sehen die Region von 75,50 bis 76 US-Dollar als wichtigen Widerstandsbereich. Ein Ausbruch über diese Zone könnte weitere Gewinne unterstützen.

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