Südkoreanische Kryptobörsen und Verwahrstellen stehen vor zunehmenden operativen Schwierigkeiten, da die Handelsvolumina im zweiten Quartal eingebrochen sind und die Regulierungsreformen ins Stocken geraten. Laut der Datenplattform The Block erreichte das kombinierte Handelsvolumen der fünf größten südkoreanischen Börsen (Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit, Gopax) im zweiten Quartal 149,09 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 48,7 % gegenüber dem Vorjahr und 33,1 % im Vergleich zum Vorquartal. Die anhaltende Schwäche resultiert aus der verlängerten Konsolidierungsphase von Bitcoin und der geringeren Beteiligung von Privatanlegern am Altcoin-Handel. Bei einem Treffen am 2. Juli erörterten der Gouverneur der Finanzaufsichtsbehörde (Financial Supervisory Service, FSS), Lee Chan-jin, und Krypto-CEOs die wachsenden Herausforderungen der Branche. Die Teilnehmer betonten, dass die verzögerte Verabschiedung des Digital Asset Basic Act und unklare Richtlinien für Geschäftsmodelle den Überlebensdruck auf Börsen und Infrastrukturanbieter verschärfen.
Daten von The Block zeigen, dass die fünf größten südkoreanischen Börsen im zweiten Quartal ein Handelsvolumen von 149,09 Milliarden US-Dollar verzeichneten – ein Rückgang von 48,7 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und ein Minus von 33,1 % gegenüber dem ersten Quartal. Die Einnahmen der Börsen hängen stark vom Handelsvolumen ab, sodass ein Rückgang der Gewinne im zweiten Quartal unvermeidlich war. Die verlängerte Konsolidierungsphase von Bitcoin und die nachlassende Altcoin-Aktivität schränkten die Beteiligung von Privatanlegern deutlich ein.
Korbit hat kürzlich beschlossen, seine Bitcoin- und Ethereum-Bestände zu verkaufen, um Betriebsmittel für Ausgaben wie Personalkosten zu sichern. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als symbolischen Indikator für das schwierige operative Umfeld, dem Börsen ausgesetzt sind – über das übliche Vermögensmanagement hinaus. Eine Branchenquelle erklärte, dass sich die Ertragslage von Korbit weiter verschlechtert habe, hinzu kämen finanzielle Belastungen durch Geldstrafen der Financial Intelligence Unit, weshalb die Börse auf ihre umfangreichen Kryptobestände zur Liquiditätssicherung zurückgreife.
Das Treffen vom 2. Juli zwischen FSS-Gouverneur Lee Chan-jin und Krypto-CEOs beleuchtete operative Herausforderungen, die nicht nur Börsen, sondern auch Verwahrstellen und Infrastrukturunternehmen betreffen. Die Teilnehmer machten deutlich, dass das schwierige Geschäftsumfeld den gesamten Digital-Asset-Sektor umfasst, und baten um regulatorische Aufmerksamkeit, um die Branche wiederzubeleben. Ein Teilnehmer erklärte, dass sich alle Diskussionen letztlich auf das Digital Asset Basic Act konzentrierten. Ein weiterer Branchenvertreter betonte, dass die Expansion des institutionellen Marktes, die Regulierung von KRW-Stablecoins und das Digital Asset Basic Act beschleunigt werden müssten, um eine mittel- bis langfristige Geschäftsplanung zu ermöglichen. Er warnte, dass die anhaltende Unsicherheit kleinere Betreiber überproportional belaste.
Branchenakteure sehen das Kernproblem in einem regulatorischen Rahmen, der sich auf den Anlegerschutz konzentriert, ohne entsprechende Bestimmungen zur Unterstützung des Branchenwachstums. Unklare Richtlinien zu zulässigen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen behindern neue Investitionen und Geschäftserweiterungen. Es mehren sich die Bedenken, dass Verzögerungen bei der Verabschiedung des Digital Asset Basic Act, der Ausweitung des Unternehmenszugangs zu Investitionen und der Einführung von KRW-Stablecoin-Regulierungen den Restrukturierungsdruck im gesamten südkoreanischen Digital-Asset-Sektor – einschließlich Börsen und Verwahrstellen – verschärfen werden.
Was hat den Rückgang der Handelsvolumina an südkoreanischen Kryptobörsen im zweiten Quartal verursacht? Laut Daten von The Block fiel das Handelsvolumen der fünf größten südkoreanischen Börsen im zweiten Quartal um 48,7 % im Jahresvergleich auf 149,09 Milliarden US-Dollar, bedingt durch die verlängerte Konsolidierungsphase von Bitcoin und die geringere Beteiligung von Privatanlegern am Altcoin-Handel.
Warum hat Korbit beschlossen, seine Bitcoin- und Ethereum-Bestände zu verkaufen? Korbit beschloss, seine Bitcoin- und Ethereum-Bestände zu verkaufen, um Betriebsmittel für Ausgaben wie Personalkosten zu sichern, nach einer anhaltenden Verschlechterung der Ertragslage und zusätzlichen finanziellen Belastungen durch Geldstrafen der Financial Intelligence Unit.
Welche Themen wurden bei dem Treffen am 2. Juli zwischen FSS-Gouverneur Lee Chan-jin und Krypto-CEOs erörtert? Bei dem Treffen am 2. Juli machten die Teilnehmer auf operative Schwierigkeiten aufmerksam, die Börsen, Verwahrstellen und Infrastrukturanbieter betreffen, und forderten regulatorische Reformen zur Wiederbelebung der Branche. Sie betonten, dass sich alle Diskussionen auf die Verabschiedung des Digital Asset Basic Act konzentrieren.
14 von 18 südkoreanischen IPO-Aktien handeln unter dem Emissionspreis angesichts des Marktabschwungs.
Bitcoin blickt auf Risikoverlagerung, da KOSDAQ den KOSPI übertrifft.
Bitcoin beobachtet Risikoverlagerung, während KOSDAQ den KOSPI übertrifft