Senator Bill Hagerty sagte am 18. Juni gegenüber FOX Business News, er hoffe, dass der Digital Asset Market Clarity Act, das CLARITY Act, den Senat noch vor der Kongress-Pause am 4. Juli passieren könne. Die Aussage kommt zustande, obwohl Senatorin Cynthia Lummis das weitaus wahrscheinlichere Zeitfenster für eine Plenarabstimmung bereits in die Zeit vor der August-Pause gelegt hat. David Nage, Managing Director und Portfoliomanager bei Arca, bezeichnete die Basis-Szenario-Entwicklung des Gesetzentwurfs als eine nach dem 13. Juli anstehende Plenarberücksichtigung im Senat, sobald die Bestimmungen zu Ethikfragen abgestimmt sind.
Das ist nicht einfach ein Terminstreit zwischen optimistischen und vorsichtigen Abgeordneten. Es ist ein struktureller Test dafür, ob der 119. Kongress ein Regelwerk liefern kann, das die Aufsicht über Digital Assets zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission aufteilt, bevor der Gesetzgebungskalender die Gelegenheit komplett verengt. Lummis warnt dabei, dass ein Scheitern in diesem aktuellen Zeitfenster eine aussagekräftige Gesetzgebung zur Marktstruktur bis 2030 vertagen könnte.
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Der Senatsausschuss für Banken (Senate Banking Committee) brachte die News, als er am 14. Mai 2026 die Senatsfassung des CLARITY Act mit 15-9 Stimmen voranbrachte. Dabei schlossen sich die Demokraten Ruben Gallego (AZ) und Angela Alsobrooks (MD) allen Republikanern im Ausschuss an. Der Gesetzentwurf wurde am 1. Juni 2026 als Nr. 423 in den Senatsgesetzgebungskalender aufgenommen und ist damit formell für eine Plenarberatung zugelassen.
Das Repräsentantenhaus verabschiedete seine Version, H.R. 3633, am 17. Juli 2025 mit einem Ergebnis von 294-134.
Der verbleibende Verfahrensstapel ist beträchtlich. Der Gesetzentwurf muss eine 60-Stimmen-Schwelle für eine Plenarentscheidung im Senat überwinden, mit der Fassung des Senatsausschusses für Landwirtschaft abgestimmt werden und dann mit dem vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Text zusammengeführt werden, bevor er dem Präsidenten zugeht. Astraea Law hat eine Verabschiedung um August 2026 herum prognostiziert und dabei gleichzeitig das Risiko von Abstimmungsproblemen in jeder Phase hervorgehoben.
Nage sagte nach direkten Gesprächen mit Senatsbüros, dass sich Abgeordnete und Akteure aus der Industrie bei den Substanzpunkten des Gesetzentwurfs grob zu 80% bis 85% einig seien. Stablecoin-Rendite – zuvor ein akuter Streitpunkt und einer, den JPMorgans CEO Jamie Dimon weiterhin kritisiert – sei inzwischen nicht mehr die zentrale Quelle der Reibung.
Die verbleibende Meinungsverschiedenheit betrifft Interessenkonflikt- und Ethikregeln, die Regierungsvertreter daran hindern würden, sich während ihrer Amtszeit an geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit Krypto zu beteiligen.
Nage charakterisierte die offene Debatte als eine Frage des Durchsetzungsmechanismus und der politischen Umsetzung – nicht als einen grundsätzlichen Streit darüber, wie die Marktstruktur für Digital Assets ausgestaltet sein sollte.
In seinem Basisszenario wird der 119. Kongress diese Bestimmungen in den Wochen nach der Pause klären und dann eine Plenarabstimmung terminieren, nachdem die Abgeordneten am 13. Juli zurückkehren. Für eine ausführlichere Behandlung der konkreten Ethikbestimmungen und ihrer verfahrensbezogenen Auswirkungen zeigt sich die Kontur des verbleibenden Konflikts darin, wie Einschränkungen unter Abschnitt 604 durchgesetzt würden – weniger darin, ob sie überhaupt in den Gesetzentwurf gehören.
In seinen Ausführungen führte Hagerty außerdem den GENIUS Act an, die Stablecoin-Gesetzgebung, die der Senat zuvor bereits verabschiedet hatte. Diese habe einen bundesweiten Rahmen für Payment-Stablecoins geschaffen – als Beleg dafür, dass regulatorische Klarheit zu dauerhaften politischen Ergebnissen führe. „Das wird eher eine Frage der Aufmerksamkeit nach der 4. Juli-Pause sein, aber ich hoffe auf jeden Fall, dass es noch vorher erledigt wird“, sagte Hagerty.
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Kristin Smith, Präsidentin des Solana Policy Institute, sagte, viele Kapitalallokatoren prüfen zwar aktiv ein Exposure gegenüber Digital Assets, hielten aber Kapitalzusagen zurück, bis klar definierte regulatorische Leitlinien vorliegen. Sie wies die Darstellung zurück, dass der CLARITY Act die Aufsicht schwäche. Stattdessen argumentierte sie, dass er Verbraucherschutz hinzufüge, die Instrumente der Strafverfolgung erweitere und Zuständigkeitslücken fülle, die durch das bestehende Flickwerk-Regime entstehen.
Lummis legte derweil separat offen, dass der Gesetzentwurf mit 150 Millionen US-Dollar an zweckgebundenen Mitteln ausgestattet ist, um illegale Kryptoaktivitäten zu bekämpfen. Diese Bestimmung rückt die Gesetzgebung damit ebenso stark in die Rolle einer Durchsetzungsmaßnahme wie einer Maßnahme zur Marktstruktur. Galaxy Research hat die Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung für 2026 auf etwa 50-50 geschätzt. Diese Zahl behandelt die Frist bis zur August-Pause als das letzte realistische gesetzgeberische Tor, bevor der Kalender der Verabschiedung entgegenwirkt. Ob die Senatsführung die Plenarberücksichtigung vor diesem Break ansetzt oder auf den Herbst verschiebt, ist nun die wichtigste, kurzfristige Variable.
Wir vermuten, dass die Debatte um die Ethikbestimmung teilweise als Deckmantel dafür dient, breitere parteiinterne Verhandlungen über den Umfang des Gesetzes abzuwickeln. Die von Nage beschriebene Meinungsverschiedenheit bei der Umsetzung ist real, aber das Tempo, mit dem sie gelöst wird, dürfte eher widerspiegeln, wie die Führung die Mathematik der Plenarabstimmung einschätzt – und weniger einen inhaltlichen politischen Kompromiss.
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