SBI Holdings hat am Freitag ein Letter of Intent eingereicht, um Anteile an Bitbank zu erwerben. Ziel ist es, den großen japanischen Betreiber von Kryptobörsen zu einer voll konsolidierten Tochtergesellschaft zu machen, wie aus einer Stellungnahme des Vorsitzenden und Präsidenten von SBI, Yoshitaka Kitao, hervorgeht. Das Unternehmen hat Gespräche mit Bitbank über eine Kapital- und Geschäftsallianz begonnen; die Übernahmepläne sollen nach der Due-Diligence-Prüfung und internen Verfahren fortgesetzt werden. Anschließend sollen separate Gespräche zu konkretem Timing und zur Struktur folgen.
Marktposition und Sicherheitsbilanz
Bitbank betreibt eine der bedeutendsten inländischen Kryptobörsen Japans und hatte seit der Gründung im Mai 2014 keinen Hacking-Vorfall. Das Unternehmen sieht Sicherheit als zentralen Bestandteil seines Marktangebots.
Strategische Begründung
Da Krypto-Assets zunehmend in den Geltungsbereich des Gesetzes über Finanzinstrumente und Börsen fallen, sagte SBI, dass die Aufnahme von Bitbank in die Gruppe seine Position im japanischen Kryptomarkt stärken würde. Die Übernahme ist Teil der umfassenderen Konsolidierungsstrategie von SBI im Kryptosektor.
Konsolidierungsstrategie von SBI
Die Gespräche kommen zustande, während die Gruppe die Aktivitäten weiter in ihr eigenes Kryptobörsen-Geschäftssegment, SBI VC Trade, bündelt. Letzten Monat hat SBI die Kryptobörse Bitpoint Japan in die Einheit eingegliedert, im Rahmen von Bemühungen, Abläufe zu straffen und die Profitabilität zu verbessern.
Aktuelle Entwicklungen bei Bitbank
Anfang dieser Woche hat Bitbank eine kryptobasierte Kreditkarte eingeführt, mit der Nutzer ihre Rechnungen in Bitcoin und anderen Assets bezahlen können, basierend auf ihren Beständen an der Börse – ein Novum für den heimischen Markt. Die Karte bietet zudem 0,5% Cashback in Krypto auf monatliche Ausgaben.