Gate News-Mitteilung, 16. April — Samsung Electronics hat beim Bezirksgericht Suwon in Südkorea einen Antrag eingereicht, illegale Arbeitskampfmaßnahmen zu untersagen, bevor ein geplanter Streik der Gewerkschaft stattfindet. Das Unternehmen nannte Bedenken hinsichtlich potenziell illegaler Schritte, einschließlich der Besetzung von Produktionsstätten, der Störung von Sicherheitssystemen und der Einschüchterung von Mitarbeitenden, sich anzuschließen.
Die Nationale Samsung Electronics-Arbeitsunion plant später in diesem Monat eine Massenkundgebung, gefolgt von einem umfassenderen Streik im nächsten Monat. Dabei fordert sie Leistungsboni in Höhe von 15 % des jährlichen operativen Gewinns von Samsung. Analysten schätzen, dass der gesamte Bonuspool 45 Billionen Won ( ungefähr $30 Milliarden ) erreichen könnte und damit die jährlichen Ausgaben des Unternehmens für Forschung und Entwicklung von 37,7 Billionen Won ($25.6 billion) übertreffen würde. Die Forderung wurde von 10 % erhöht, nachdem Samsung einen Rekord bei dem vierteljährlichen operativen Gewinn von 57,2 Billionen Won ($38.9 billion) veröffentlicht hatte, angetrieben durch eine starke Nachfrage nach KI-Speicherchips.
Die Gewerkschaft lehnte den Vorschlag des Managements ab, Ausrüstungs- und Fertigungsmitarbeiter als erfasste Beschäftigte einzubeziehen, und stellte die Klageschrift als rechtlichen Druck dar, nicht als Dialog. Ein Streik könnte die globale Halbleiterzulieferung stören, da Samsung 100 % seiner DRAM-Chips in Südkorea produziert. Halbleiter machen 38,1 % der gesamten Exporte Südkoreas aus; die Halbleiterexporte im März erreichten $32.83 billion. Die Bonusformel hat zudem interne Spannungen verursacht: Es wird erwartet, dass die Halbleitersparte etwa 95 % des gesamten Gewinns liefert, während Mitarbeitende anderer Sparten wie die Device eXperience (DX)-Gruppe, die Smartphones und Fernseher produziert, ihren Unmut geäußert haben.