Gate News Nachricht, 16. April — Samasource Impact Sourcing Inc (Sama), ein datenbeschriftungsunternehmen mit Sitz in Kenia, wird nach der Kündigung eines großen Content- und Data-Annotation-Vertrags durch Meta über 1.100 Mitarbeitende in Nairobi entlassen. Das Unternehmen hat am Donnerstag eine formelle Mitteilung über betriebsbedingte Kündigungen an 1.108 Mitarbeitende herausgegeben; die Entlassungen sollen später in diesem Monat in Kraft treten, im Einklang mit dem Arbeitsgesetz von Kenia.
Meta gehörte zu den prominentesten Kunden von Sama. In Nairobi beschäftigte Meta ausgelagerte Arbeitskräfte, um Daten zu beschriften und zu moderieren, die zur Schulung künstlicher Intelligenzsysteme genutzt werden, darunter auch Systeme, die Meta's KI-fähige Ray-Ban Smart Glasses antreiben. Sama sagte, das Unternehmen habe versucht, sich nach der Kündigungsmitteilung mit Meta in Verbindung zu setzen, um Arbeitsplätze zu bewahren, doch die Gespräche führten nicht zu einer Aussetzung. Das Unternehmen wird betroffenen Mitarbeitenden Unterstützung anbieten, darunter Beratung und Hilfe beim Übergang.
Die Jobkürzungen unterstreichen die Volatilität und Zerbrechlichkeit des AI-Outsourcing-Sektors in Afrika. Dieser hat Kenia zwar als kritischen Knoten im globalen Liefernetzwerk für künstliche Intelligenz positioniert, ist jedoch weiterhin stark von einer Handvoll großer US-Technologiekunden abhängig. Eine kürzliche Untersuchung schwedischer Zeitungen ergab, dass Filmmaterial, das von Nutzern von Meta's KI-Brillen aufgezeichnet wird, routinemäßig von beauftragten Arbeitskräften in Nairobi überprüft und beschriftet wird, um die zugrunde liegenden Modelle zu trainieren. Dies wirft Fragen zu Privatsphäre, Einwilligung und zur globalen Aufteilung der Arbeit in der KI-Branche auf.