Gate-News-Meldung, 27. April — OpenAI-CEO Sam Altman veröffentlichte fünf Betriebsgrundsätze für das Unternehmen unter seiner persönlichen Unterschrift und signalisierte damit, dass OpenAI den Zugang der Nutzer zu den Fähigkeiten des Modells in bestimmten Zeiträumen möglicherweise einschränken könnte, um die Sicherheit zu priorisieren. In der Erklärung beschrieb Altman ein potenzielles zukünftiges Szenario, in dem das Unternehmen „etwas mehr Selbstbestimmung opfern müsste, um eine größere Widerstandsfähigkeit zu erreichen.“
Altman betonte, dass kritische KI-Entscheidungen über demokratische Prozesse getroffen werden sollten, statt ausschließlich von KI-Laboren festgelegt zu werden. Er verteidigte OpenAIs jüngste groß angelegte Käufe von Rechenleistung, den Bau globaler Rechenzentren und die Bemühungen zur vertikalen Integration und sagte, das Ziel sei, die KI-Kosten zu senken, damit die Technologie für jeden zugänglich wird. Altman bemerkte, dass Regierungen möglicherweise neue Wirtschaftsmodelle erkunden müssten, um eine faire Wertverteilung sicherzustellen. Er hob zudem ein konkretes Risikoszenario hervor: Extrem leistungsstarke Modelle könnten die Schwelle für die Entwicklung neuartiger Krankheitserreger senken und damit eine Reaktion auf gesellschaftlicher Ebene erforderlich machen.
Altman blickte auf OpenAIs historische Zurückhaltung bei der Veröffentlichung der GPT-2-Gewichte zurück, räumte ein, dass die Vorsicht im Nachhinein übertrieben gewesen sei, stellte jedoch fest, dass dies zur iterativen Bereitstellungsstrategie geführt habe, die OpenAI auch heute noch verfolgt.