Gate News-Meldung, 28. April — Qatars Heliumexporte nach Japan sind im März auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr gefallen und haben um 81 Prozent auf 8.800 kg abgenommen im Vergleich zum gleichen Monat im Vorjahr, wie Bloomberg unter Berufung auf Daten des Finanzministeriums von Japan berichtet. Der Rückgang ist auf den Iran-Krieg zurückzuführen, der Qatars Energieinfrastruktur und Versandrouten gestört hat.
Die Schließung der Straße von Hormus und Angriffe auf Qatars Energieanlagen haben die globale Heliumversorgung stark beeinträchtigt. Qatars Ras-Laffan-Komplex, der weltweit größte Exportknotenpunkt für verflüssigtes Erdgas, ist seit iranischen Raketenangriffen am 19. März außer Betrieb und hat die Heliumproduktion gestoppt. Japan hat im vergangenen Jahr für fast 40 Prozent seiner Heliumimporte auf Katar gesetzt, wobei die USA den Großteil des Restes lieferten. Katar macht typischerweise ungefähr ein Drittel der globalen Heliumversorgung aus, als Nebenprodukt der Erdgasproduktion.
Laut Anish Kapadia, Gründer der Beratungsfirma AKAP Energy, könnte die Schließung von Ras Laffan im Jahr 2026 mehr als 10 Prozent der globalen Heliumversorgung beseitigen, was 11 Prozent der gesamten globalen Versorgung entspricht. Der staatliche Konzern QatarEnergy deutete an, dass er bei Verträgen für bis zu fünf Jahre höhere Gewalt (force majeure) geltend machen könnte. Helium ist entscheidend für Anwendungen einschließlich MRT-Geräten und der Herstellung von High-End-KI-Chips.