Nvidia(NVDA) steigt um 4 % und erreicht erneut einen neuen Höchststand. Die Optionsgeschäfte setzen vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen in großen Volumina stark auf einen Kursanstieg.

Der Nvidia-Aktienkurs ist gestern um 4% stark gestiegen und bei 216.61 US-Dollar ausgehandelt worden, womit erneut ein Allzeithoch erreicht wurde. Im Optionsmarkt sind große Käufe von Call Options auf Nvidia aufgetaucht, die vor der Veröffentlichung der Finanzergebnisse fällig sind. Im starken Gegensatz zur optimistischen Stimmung im Markt hat der bekannte Investor Michael Burry in jüngster Zeit große Mengen an Semiconductor-ETF (SOXX) sowie Nvidia-Puts gekauft und geht damit in die entgegengesetzte Richtung auf Short. Er ist der Ansicht, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung im Halbleiter-Sektor überwiegend durch technische Faktoren angetrieben wird, es jedoch an langfristiger fundamentaler Unterstützung mangelt, was ein Risiko einer Überbewertung mit sich bringt.

Nvidia-Aktienkurs auf neuem Hoch, Options-Großorder setzt vor den Quartalszahlen auf einen Kursanstieg

Mit Blick auf das neue Hoch des Nvidia-Aktienkurses berichtet CNBC, dass ein Großanleger 2.2 Millionen US-Dollar ausgegeben hat, um 2168 Nvidia-Calls (auch bekannt als Call Option) zu kaufen, mit einem Ausübungspreis von 210 US-Dollar und einem Fälligkeitstermin am 15. Mai.

In den Optionsgeschäften von Nvidia ist das Volumen der Call-Optionen (call) mehr als doppelt so hoch wie das der Put-Optionen (put); die Call-Prämie macht über 80% des Transaktionsbetrags aus. Da bis zur Veröffentlichung der Nvidia-Finanzergebnisse am 5/20 noch etwa ein Monat Zeit bleibt, liegt die Volatilität der Aktie weiterhin leicht unter der des Semiconductor ETF SMH.

Und bei diesem Käufer liegt der Ausübungspreis bei 210 US-Dollar, nicht allzu weit vom aktuellen Marktpreis entfernt; er ist dennoch bereit, mit Aufschlag die Prämie zu zahlen, um das Recht zu erwerben, was darauf hindeutet, dass er darauf setzt, dass Nvidia nach dem Durchbrechen des Allzeithochs eine weitere Aufwärtswelle erleben wird. Tatsächlich ist der Nvidia-Aktienkurs seit dem Hoch im vergangenen Oktober für einen Zeitraum von einem halben Jahr in eine Konsolidierung eingetreten, nun hat er endlich wieder ein neues Hoch erreicht.

Der große Short-Plan von Burry mit Puts: Setzt auf eine technische Korrektur

Im klaren Gegensatz zur kurzfristigen Long-Einschätzung bei Nvidia hat der Protagonist von „The Big Short“, Michael Burry, kürzlich iShares Semiconductor ETF (SOXX)-Puts mit Fälligkeit im Januar 2027 und einem Ausübungspreis von 330 US-Dollar sowie die Puts auf Nvidia gekauft. Puts geben dem Käufer das Recht, in der Zukunft zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen; wenn der zugrunde liegende Vermögenswert fällt, kann damit Gewinn erzielt werden. Im Abgleich mit dem aktuellen Marktpreis von SOXX bedeutet Burrys Vorgehen, dass er erwartet, dass der Halbleiter-Sektor in Zukunft einer tiefen technischen Korrektur von 30% gegenüberstehen wird. Sachlich weist er darauf hin, dass die Marktargumente zur Erweiterung der Rechenzentren und dem Chipmangel die kurzfristige Nachfrage übermäßig hochrechnen; die Aufwärtsbewegung, die hauptsächlich durch technische Faktoren angetrieben wird, wird sich künftig der Herausforderung stellen müssen, wenn die Kapazitäten hochgefahren werden und sich die Endnachfrage wieder normalisiert.

(Der große Short Burry sieht mit Puts auf einen Rückgang von 30% bei Halbleitern, kauft stattdessen am stärksten gefallene Software-Aktien)

Rotation der Sektoren und eine Gesamtbewertung der Makroökonomie

Aus diesen beiden extremen Options-Transaktionen lässt sich erkennen, dass die Marktgelder sich an einem Knotenpunkt strategischer Uneinigkeit befinden. Die Call-Optionen auf Nvidia zeigen, dass die Hardware-Nachfrage für leistungsstarkes Computing weiterhin kurzfristig attraktiv ist; doch Burrys Short auf Halbleiter und die gleichzeitige Aufstockung bei unterbewerteten Software-Aktien deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger eine absichernde „Sektorrotation“ vornehmen.

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