Laut Berichten der Forschungsorganisation GAMRS und Next.io gingen sieben mit dem Curaçao-Operator Santeda International B.V. verknüpfte Krypto-Casino-Marken – darunter Mystake, Goldenbet, Donbet und Velobet – am 14. Juni für ungefähr 20 Stunden offline, nachdem B2B-Slot-Lieferanten ihre Spiele aus dem Angebot nahmen. Anlass waren offenbar der Druck, unlizenzierte Betreiber nicht weiter zu bedienen. GAMRS-Geschäftsführer Jordan Lea bemerkte, dass Nutzer unsicher seien, ob ihre Gelder während des Ausfalls weiterhin zugänglich waren. Die meisten Marken waren am nächsten Tag wieder online, jedoch mit reduzierten Spielbibliotheken; Krypto-Zahlungswege und Wettbüros blieben hingegen funktionsfähig.
GAMRS schätzt, dass das Santeda-Netzwerk im Jahr 2025 ungefähr 4,7 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz generierte, wobei etwa 64% von Konsumenten aus dem Vereinigten Königreich stammten. Mystake allein entfiel auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar, und jährlich wurden etwa 2,7 Milliarden US-Dollar von britischen Spielern eingezahlt. Der Vorfall machte die Abhängigkeit von Betreibern von Drittanbieter-Slot-Inhalten deutlich und zeigte zugleich die Robustheit der Kryptowährungs-Zahlungsinfrastruktur.