Laut dem Bericht von Morgan Stanley vom 2. Juli wird die NAND-Flash-Nachfrage bis 2027 voraussichtlich jährlich um 60 % wachsen, angetrieben durch KI-Anwendungen, die bis 2027 41 % des gesamten NAND-Marktes ausmachen werden – gegenüber 18 % im Jahr 2025. Die Bank erwartet jedoch für 2026 ein Angebotsdefizit von 15 %, was auf eine strukturelle Marktdifferenzierung hindeutet, die pauschale Preissteigerungen ablöst.
Morgan Stanley empfiehlt, DRAM-Investitionen gegenüber NAND zu priorisieren, und verweist auf eine überlegene Angebotsdisziplin durch langfristige Vereinbarungen (LTAs), eine stärkere Nachfragesichtbarkeit durch KI-Server und Produktionseinschränkungen durch die EUV-Lithografie. Bei NAND bevorzugt die Bank Chip-Hersteller gegenüber Modulherstellern, da diese eine höhere Preissetzungsmacht und Angebotskontrolle haben. Modulhersteller sehen sich hingegen mit Margendruck durch schwindende Niedrigkostenbestände und Wettbewerbsdruck von Cloud-Dienstanbietern konfrontiert, die direkt bei Originalgeräteherstellern einkaufen.