Laut einer 8-K-Meldung vom Montag verkaufte MicroStrategy in der Vorwoche 32 BTC, was den ersten Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit 2022 darstellt und seine lang vertretene „Never sell“-Haltung umkehrt. Der Schritt löste eine heftige Marktreaktion aus: Bitcoin fiel um rund 10% von 74.000 US-Dollar auf 65.400 US-Dollar, während die Krypto-Liquidationen laut CoinGlass-Daten am 2. Juni auf 1,76 Milliarden US-Dollar anstiegen.
Der Verkauf erfolgte, als MicroStrategy 1,38 Milliarden US-Dollar aus seinen Kassenbeständen nutzte, um 1,5 Milliarden US-Dollar an 2029 fälligen wandelbaren Anleihen zurückzuzahlen, während das Unternehmen gleichzeitig 24.869 BTC über die Erlöse aus seinem STRC-Angebot im Volumen von 2 Milliarden US-Dollar kaufte – effektiv also Unternehmensreserven abfloss, bevor eine größere Dividendenzahlung ansteht. Die Vorzugsaktie STRC entkoppelte sich von 100 US-Dollar Nennwert auf 94,84 US-Dollar, während die MSTR-Stammaktie am Montag um 9,6% auf 134 US-Dollar fiel und anschließend bis Mittwoch weitere 4% auf 130 US-Dollar abrutschte. Analysten diskutieren, ob die Bewegung auf strukturelle Notlage hindeutet oder lediglich auf vorübergehende Reibung bei der Hebelung in der Bitcoin-Akquisitionsstrategie des Unternehmens.