Micron-COO warnt: Preisdruck von Großkunden schadet Industrieinvestitionen; Lenovo prognostiziert hohe Speicherkosten bis 2030

DRAM-4,00%

Laut einem Interview von Micron Executive Vice President Sumit Sadana mit dem Wall Street Journal im Juni 2026 mangelt es Großkunden, die aggressiv die Einkaufspreise von Chips drücken, an konstruktiver Absicht. Sadana merkte an, dass die niedrigen Preise in den Jahren 2022–2023 die Bruttomarge von Micron in den negativen Bereich getrieben und Speicherhersteller gezwungen hätten, Investitionen zu streichen oder zu verschieben, was den Bau neuer Fabriken und die Kapazitätserweiterung einschränkte.

Auf der ISC 2026 warnte Lenovo, dass das Wachstum der KI-Server-Nachfrage die DRAM- und NAND-Preise bis 2030 hoch halten wird, was hohe Preise möglicherweise zur Marktnorm machen könnte. Marktschätzungen deuten darauf hin, dass die Preise im dritten Quartal 2026 um 50% steigen könnten, während das vierte Quartal einen Anstieg von 40% verzeichnen könnte; ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage könnte frühestens 2028 eintreten. Samsung und SK Hynix bestätigten ebenfalls eine angespannte Versorgung trotz aggressiver Expansionsbemühungen.

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