Laut Kpler-Analysten am Montag, dem 15. Juni, könnte der Straße von Hormus allmählich innerhalb eines Monats wieder Transit aufnehmen, falls das US-Iran-Friedensabkommen erfolgreich umgesetzt wird. Die Analysten skizzierten einen Drei-Phasen-Wiederherstellungsplan: Erstens sollen 118 derzeit im Persischen Golf festsitzende Öltanker innerhalb von 15 Tagen vorrangig auslaufen; zweitens sollen die Zuflüsse neuer Schiffe innerhalb von 30 Tagen wieder auf ungefähr 50% der Werte vor dem Konflikt steigen, wobei etwa 12 Tanker täglich in den Golf einlaufen; drittens wird erwartet, dass das gesamte tägliche Durchsatzvolumen 40 Schiffe erreicht, jedoch weiterhin weit unter dem Durchschnitt vor dem Konflikt von rund 100 Schiffen liegt.
Allerdings bleiben erhebliche Risiken bestehen. Die USA und der Iran scheinen unterschiedliche Auslegungen der Bedingungen des Abkommens zu vertreten – iranische Staatsmedien sprechen von einem 60-tägigen kostenfreien Transit, gefolgt von gemeinsamer Steuerung durch Iran und Oman, während US-Vizepräsident JD Vance erklärte, die Meerenge solle ein dauerhaftes System mit kostenfreiem Transit beibehalten. Auch Minengefahren stellen ein Problem dar: Die Schifffahrtsvereinigung BIMCO warnte, dass „die Minengefahren in der Region weiterhin beunruhigend“ seien, und dass die Sicherheitsrisiken erhöht bleiben.