Laut JPMorgan-Chefstratege Jason Hunter vom 2. Juli zeigen US-Aktien eine Marktdivergenz, die an die Monate vor dem Platzen der Dotcom-Blase 1999–2000 erinnert. Halbleiteraktien sind seit Jahresbeginn um 87 % gestiegen, der Roundhill Memory ETF legte seit seinem Start im April um 141 % zu, während der Magnificent 7 ETF von seinem Januar-Höchststand um etwa 7 % fiel – besonders betroffen sind Microsoft und Meta, die massiv in KI-Infrastruktur investieren.
Hunter stellte fest, dass das Muster an 1999 erinnert, als Telekommunikationsausrüstungszulieferer stark zulegten, während Betreiber und Internetunternehmen aufgrund übermäßiger Kapitalausgaben einbrachen. Meta, Microsoft, Amazon und Alphabet werden voraussichtlich in diesem Jahr insgesamt 725 Milliarden US-Dollar für KI ausgeben. JPMorgan betonte, dass dies keine endgültige Aussage über das Platzen einer KI-Blase sei, sondern eine historische Warnung für Anleger, die es zu beobachten gilt.