JPMorgan stellt fest, dass die institutionelle Nachfrage nach Krypto-Perpetual-Futures begrenzt ist

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JPMorgan veröffentlichte am 29. Juni eine Einschätzung, wonach institutionelle Anleger nur sehr geringes Interesse an Perpetual Futures zeigen – dem meistgehandelten Produkt im Krypto-Derivatebereich. Die Erkenntnisse der Bank basieren auf Gesprächen mit Kunden und Marktteilnehmern sowie auf Überprüfungen über die eigenen Handelsabteilungen hinweg. JPMorgan charakterisierte Perpetual Futures als spekulative Hebelprodukte und nicht als glaubwürdigen Ersatz für traditionelle Derivate, und verwies auf strukturelle Merkmale, die das institutionelle Interesse trotz der Dominanz des Produkts im privaten Krypto-Handel begrenzen.

JPMorgan stellt begrenzte institutionelle Nachfrage nach Perpetual Futures fest

In einer Mitteilung vom 29. Juni erklärte JPMorgan, dass es offenbar nur sehr geringes institutionelles Interesse an den Kontrakten gebe. Die Erkenntnisse beruhen auf Gesprächen mit Kunden und Marktteilnehmern sowie auf Überprüfungen über die eigenen Handelsabteilungen hinweg. Die Bank charakterisierte Perpetual Futures als spekulative Hebelprodukte und nicht als glaubwürdigen Ersatz für traditionelle Derivate.

Perpetual Futures (auch „Perps“) machen einen großen Teil der Krypto-Derivateaktivität aus und sind daher eine wichtige Triebfeder für Preisfindung und Liquidität. Sie ermöglichen es Händlern, gehebelte Long- oder Short-Positionen ohne Verfallsdatum zu halten, wobei ein Funding-Rate-Mechanismus dafür sorgt, dass die Preise nahe am Kassakurs bleiben.

Doch JPMorgan erklärte, dass ihre Handelsabteilungen eine vernachlässigbare institutionelle Nachfrage sehen. Der Großteil der Ströme, so die Bank, stamme von Händlern, die nach gehebelten direktionale Exposure suchen – nicht von Produzenten, Konsumenten oder anderen Akteuren, die echtes zugrundeliegendes Risiko absichern. Aus ihrer Sicht bieten Perps für institutionelle Nutzer nur geringe zusätzliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Derivaten.

Strukturelle Lücken schrecken institutionelle Adoption ab

JPMorgan hob mehrere Merkmale hervor, die das institutionelle Interesse dämpfen. Dazu gehören unbegrenztes Basisrisiko, das Fehlen einer Forward-Terminstruktur und in vielen Fällen keine physische Lieferung. Diese Eigenschaften machen Perps für gewerbliche Absicherer und benchmarkorientierte Vermögensverwalter ungeeignet, die Kontrakte benötigen, die eng an regulierte Indizes und Forward-Preiskurven gebunden sind.

On-Chain-Versionen entbehren der Clearing-Schutzmechanismen, die Institutionen in den USA erwarten, während Off-Chain-Produkte zwar das Roll-Risiko verringern, aber andere strukturelle Mängel behalten.

Konzentration ist ein weiteres Problem. Unter Berufung auf öffentliche Hyperliquid-Daten stellte die Bank fest, dass etwa die Hälfte des Perpetual-Volumens von nur 12 Wallets finanziert wird, was Zweifel an der Markttiefe und der Fähigkeit des Produkts aufwirft, auf eine breite institutionelle Nutzung zu skalieren.

Vorteile für Privatanleger halten Nachfrage trotz institutioneller Abwesenheit aufrecht

Allerdings war die Bank nicht völlig abweisend. Der kontinuierliche 24/7-Zugang, flexible Haltedauern, eingebettete Hebelwirkung und der Wegfall von Future-Roll-Kosten machen Perps gut geeignet für Privatanleger und Momentum-getriebene Strategien. Diese Vorteile sollten die Nachfrage von Privatanlegern aufrechterhalten, selbst wenn größere Akteure an der Seitenlinie bleiben.

FAQ

Was sagte JPMorgan am 29. Juni über Perpetual Futures?

JPMorgan veröffentlichte am 29. Juni eine Mitteilung, wonach institutionelle Anleger nur sehr geringes Interesse an Perpetual Futures zeigen. Die Einschätzung der Bank basiert auf Gesprächen mit Kunden und Marktteilnehmern sowie auf Überprüfungen über die eigenen Handelsabteilungen hinweg. JPMorgan charakterisierte Perpetual Futures als spekulative Hebelprodukte und nicht als glaubwürdigen Ersatz für traditionelle Derivate.

Warum vermeiden Institutionen Perpetual Futures laut JPMorgan?

JPMorgan hob mehrere strukturelle Merkmale hervor, die das institutionelle Interesse dämpfen: unbegrenztes Basisrisiko, das Fehlen einer Forward-Terminstruktur und in vielen Fällen keine physische Lieferung. Die Bank verwies auch auf die Marktkonzentration – Hyperliquid-Daten zeigen, dass etwa die Hälfte des Perpetual-Volumens von nur 12 Wallets finanziert wird – was Zweifel an der Markttiefe und Skalierbarkeit für den institutionellen Einsatz aufwirft.

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