Die japanische Regierung wird einem von der Rakuten Group angeführten Konsortium mit AST SpaceMobile Subventionen in Höhe von 150 Milliarden Yen (926 Millionen US-Dollar) zum Aufbau eines inländischen Satellitenkommunikationsnetzes gewähren. Die dreijährige Finanzierung unterstützt die Beschaffung von Ausrüstung, Bodenanlagen und Systemen, die für den Start und die Steuerung von Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen erforderlich sind. Japan betrachtet das Projekt als eine Priorität der wirtschaftlichen Sicherheit, um die Abhängigkeit von ausländischen Netzen wie SpaceX‘ Starlink zu verringern. Die Ankündigung ließ die AST-SpaceMobile-Aktie am Montag um 21 % auf 86,77 US-Dollar steigen – die beste Tagesperformance seit fast zwei Jahren.
Japan genehmigt $926M -Subvention für Rakuten-AST-Satellitennetz
Laut Nikkei wird das japanische Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation die Subvention in Höhe von 150 Milliarden Yen voraussichtlich formell genehmigen. Die Finanzierung wird über drei Jahre verteilt, um Rakuten und AST SpaceMobile beim Aufbau einer Konstellation von Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen zu unterstützen, die direkte Kommunikation mit Mobilgeräten ermöglichen. Das Netz erlaubt es gewöhnlichen Smartphones, ohne spezielle Hardware direkt mit Satelliten zu verbinden.
Rakuten-Vorsitzender und CEO Hiroshi Mikitani teilte Nikkei mit, dass das Unternehmen für 2026 die Gründung eines neuen Joint Ventures für den Satellitenbetrieb mit AST SpaceMobile plane. Beide Seiten sollen gleiche Anteile halten, wobei Rakuten die Führung übernimmt. Rakuten Mobile plant den eingeschränkten Einsatz von AST-Satelliten ab 2026, mit einer breiteren landesweiten Abdeckung ab dem Geschäftsjahr 2027.
Japan will durch heimisches Netz die Starlink-Abhängigkeit verringern
Japan stufte das Projekt als Priorität der wirtschaftlichen Sicherheit ein, während ausländische Akteure den Markt für Satellitenkommunikation dominieren. Die Notwendigkeit eines inländisch betriebenen Netzes wurde nach dem Erdbeben auf der Noto-Halbinsel 2024 deutlich, als Starlink zur Wiederherstellung der Kommunikation eingesetzt wurde, bis Kabelverbindungen repariert waren.
Der direkte Satelliten-Mobilfunkdienst könnte Gebirgsregionen, abgelegene Inseln und Katastrophengebiete anbinden, in denen bodengestützte Infrastruktur schwer aufzubauen oder beschädigt werden kann. Rakuten arbeitet mit AST SpaceMobile zusammen, da ihm das von Starlink genutzte 2-GHz-Band nicht zugewiesen wurde.
Ministerium bereitet Regulierungsrahmen für das 700-MHz-Band vor
Das japanische Kommunikationsministerium gab letzte Woche bekannt, dass es direkte Satellitenkommunikation im 700-MHz-Band erlauben werde. Die entsprechenden Vorschriften sollen im September überarbeitet werden. Rakuten nutzt das 700-MHz-Band bereits für den bodengestützten Mobilfunkdienst. Das Band könnte nun direkte Verbindungen zwischen gewöhnlichen Smartphones und Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen unterstützen.
FAQ
Was stellt Japan Rakuten und AST SpaceMobile zur Verfügung?
Die japanische Regierung gewährt einem von Rakuten geführten Konsortium mit AST SpaceMobile Subventionen in Höhe von 150 Milliarden Yen (926 Millionen US-Dollar) über drei Jahre für den Aufbau eines inländischen Satellitenkommunikationsnetzes.
Wann wird das Joint Venture von Rakuten und AST SpaceMobile gegründet?
Rakuten plant, im Jahr 2026 ein neues Joint Venture für den Satellitenbetrieb mit AST SpaceMobile zu gründen, wobei beide Seiten gleiche Anteile halten und Rakuten die Führung übernimmt.
Warum finanziert Japan dieses Satellitennetzprojekt?
Japan betrachtet das Projekt als eine Priorität der wirtschaftlichen Sicherheit, um die Abhängigkeit von ausländischen Netzen wie SpaceX‘ Starlink zu verringern, insbesondere nachdem das Erdbeben auf der Noto-Halbinsel 2024 die Notwendigkeit einer inländisch betriebenen Kommunikationsinfrastruktur verdeutlicht hat.