Die IOTA-Stiftung hat ihren Bericht für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht und meldet darin bedeutende Fortschritte beim Ausbau von TWIN. Im Fokus standen die Aktivierung des Starfish-Konsensprotokolls am 23. April, Handelsprojekte in Afrika und dem Vereinigten Königreich sowie eine stärkere organisatorische Ausrichtung auf institutionelle Anwendungsfälle. Die IOTA-Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation, die IOTA entwickelt hat, ein Distributed-Ledger-Netzwerk, das ursprünglich für Maschine-zu-Maschine-Transaktionen und IoT-Datenintegrität konzipiert wurde. Nach einer organisatorischen Umstrukturierung und Entlassungen beabsichtigt die Stiftung, sich stärker auf TWIN zu konzentrieren, anstatt mehrere separate Initiativen weiterzuverfolgen.
Der wichtigste technische Meilenstein war die Aktivierung des Starfish-Konsensprotokolls am 23. April. Das Upgrade soll die Stabilität des IOTA-Mainnets unter realen Netzwerkbedingungen verbessern und den kontinuierlichen Betrieb auch bei eingeschränkter Konnektivität gewährleisten. Das Team schloss die Protokollversion 29 ab, die zusätzliche Sicherheitsmechanismen für Smart Contracts enthält. Die Kernentwicklung von Starfish-Speed wurde ebenfalls abgeschlossen, mit dem Ziel, die Latenz zu reduzieren. IOTA meldete zudem Fortschritte beim P-COOL-Transaktionsfluss. Der Ansatz soll eine höhere Leistung bieten und gleichzeitig etwa die Hälfte der bisher benötigten Ressourcen verbrauchen. Der Bericht stellt fest: "Q2 war ein Erfolg, um IOTA leistungsfähiger für diejenigen zu machen, die darauf aufbauen, und billiger für diejenigen, die es betreiben ... Kernspeicheroptimierungen haben den aktiven Knoten-Daten-Fußabdruck in Testumgebungen erfolgreich um etwa ein Drittel reduziert, was die langfristigen Infrastruktur- und Wartungskosten für Betreiber erheblich senkt."
Auf Anwendungsebene konzentrierte sich die Stiftung hauptsächlich auf die Handelsinfrastruktur. Gemeinsam mit TradeMark Africa arbeitete das Team an einem Geschäfts- und Gebührenmodell für den Einsatz in Kenia. Die Umsetzung der ADAPT-Initiative begann ebenfalls im zweiten Quartal. Das Projekt, das gemeinsam mit dem AfCFTA-Sekretariat, dem Tony Blair Institute for Global Change und dem Weltwirtschaftsforum entwickelt wurde, zielt darauf ab, digitale Identitäten, Datenaustausch und digitale Zahlungen zunächst in Kenia, Nigeria und Marokko zu ermöglichen. "Kenia, Nigeria und Marokko wurden als erste Länder ausgewählt, die ADAPT umsetzen – die Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade Initiative", schrieb das Unternehmen. Für die Handelslogistik-Informationspipeline (TLIP) erreichte Version 1.3.9 laut Bericht eine Erfolgsquote von 95 % über alle aktiven Testprofile hinweg. Auch Dokumentenkanäle zwischen Behörden in Kenia wurden erfolgreich von Knoten zu Knoten getestet. Im Vereinigten Königreich sicherte sich TWIN fünf wichtige Unterstützer für eine Absichtserklärung zum International Supply Network. Weitere Integrationen mit Hafenbehörden, Spediteuren und Handelsorganisationen werden derzeit vorbereitet. Die TWIN Foundation gab kürzlich bekannt, dass bis 2030 voraussichtlich mehr als 30 Länder live gehen werden. In Argentinien wurde die IOTA-Technologie zudem in einem Regierungsprojekt für Transplantationsprozesse implementiert.
Über die offiziellen Länderprojekte hinaus gibt es auch Anzeichen dafür, dass TWIN mehr Aufmerksamkeit erhält. Auf der Paketplattform Node Package Manager (npm) wurden Schlüsselkomponenten des Frameworks in letzter Zeit deutlich häufiger heruntergeladen. Das Kernpaket erreicht derzeit 18.222 Installationen innerhalb von sieben Tagen. Das IOTA-spezifische Modul, das das Framework mit der IOTA-Technologie verbindet, verzeichnet 3.711 wöchentliche Installationen. Diese Zahlen sind kein direkter Beweis für aktive Nutzer oder Unternehmen, die in der Produktion arbeiten. Sie zeigen jedoch, wie oft die technischen Komponenten von TWIN in Entwicklungs-, Test- oder Build-Umgebungen installiert werden. Für ein spezialisiertes Framework im Bereich der digitalen Handelsinfrastruktur ist das aktuelle Niveau dennoch bemerkenswert. Es deutet darauf hin, dass TWIN nicht nur strategisch ausgebaut wird, sondern auch in der technischen Praxis zunehmend Beachtung findet.
Was hat die IOTA-Stiftung am 23. April aktiviert? Die IOTA-Stiftung hat am 23. April das Starfish-Konsensprotokoll aktiviert. Das Upgrade soll die Stabilität des IOTA-Mainnets unter realen Netzwerkbedingungen verbessern und den kontinuierlichen Betrieb auch bei eingeschränkter Konnektivität gewährleisten.
Welche Länder wurden im zweiten Quartal 2026 für die ADAPT-Initiative ausgewählt? Kenia, Nigeria und Marokko wurden als erste Länder ausgewählt, die ADAPT umsetzen – die Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade Initiative. Das Projekt zielt darauf ab, in diesen Ländern digitale Identitäten, Datenaustausch und digitale Zahlungen zu ermöglichen.
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