Hermès-Aktien stürzen um 14% ab, da der Krieg mit dem Iran den Absatz und den Tourismus im Nahen Osten trifft

Gate-News-Meldung, 15. April — Die Aktien der französischen Luxusgruppe Hermès fielen am 15. April zum Handelsauftakt um 14 Prozent, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass der Krieg im Iran die Verkäufe im Nahen Osten und in Europa deutlich beeinträchtigt hat. Rückläufige Touristenzahlen verringerten demnach die Käufe von Designerartikeln in Paris, London und anderen großen Luxus-Hubs.

Die Umsätze in der Region Naher Osten gingen in währungsbereinigter Betrachtung um 6 Prozent auf 160 Millionen € zurück, nach 185 Millionen € im ersten Quartal 2025. Der Finanzchef Eric du Halgouet wies darauf hin, dass die Verkäufe in Luxus-Einkaufszentren in Dubai und anderen Golf-Shoppingcentern allein im März um 40 Prozent eingebrochen sind. Hintergrund seien die schwachen Zahlen nach einem starken Wachstum im zweistelligen Prozentbereich in Januar und Februar gewesen. Der Rückgang im Tourismus habe außerdem Flughafen-Konzessionsläden und Luxus-Einzelhandelszentren in Großbritannien, Italien und der Schweiz getroffen, wo Käufer aus dem Golf eine zentrale Kundengruppe darstellen. Die Verkäufe in Frankreich gingen um 2,8 Prozent zurück, bedingt durch weniger Tourismus, während Asien — Hermès' größte Region nach Umsatz — lediglich ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent verzeichnete, wobei Störungen im Luftverkehr Singapur und Thailand beeinträchtigten. Die Vereinigten Staaten waren hingegen ein Lichtblick: Die währungsbereinigten Verkäufe stiegen um 17,2 Prozent.

Die Gesamterlöse von Hermès stiegen in währungsbereinigter Betrachtung um 5,6 Prozent, blieben aber hinter den Konsensschätzungen der Analysten zurück, die ein Wachstum von 7,1 Prozent erwartet hatten. Die Aktie fiel auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren; die Verluste seit Jahresbeginn belaufen sich nun auf 28 Prozent. Währungsschwankungen reduzierten den Umsatz im Quartal um 290 Millionen €, was zu einem Rückgang der ausgewiesenen Verkäufe um 1 Prozent auf 4,07 Milliarden € führte, nach 4,13 Milliarden € im Vorjahr. LVMH und Kering hatten diese Woche zuvor ähnliche durch den Krieg verursachte Auswirkungen auf die Verkäufe gemeldet.

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