Gate-News-Meldung, 27. April — Goldman Sachs hat am 26. April seine Prognosen für die Ölpreise im vierten Quartal angehoben und dabei eine Verknappung der Lieferungen im Nahen Osten als Grund genannt. Die Bank geht nun davon aus, dass sich Brent-Rohöl (London-Benchmark) auf $90 pro Barrel und WTI-Rohöl (US-Benchmark) auf $83 pro Barrel einpendeln wird, gegenüber bisherigen Schätzungen.
Laut dem Analystenteam von Goldman Sachs ist die Förderung von Rohöl im Nahen Osten um 14,5 Millionen Barrel pro Tag gesunken, wodurch die weltweiten Bestände an Rohöl im April in einem Rekordtempo von 11 Millionen bis 12 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen. Die Bank machte auf Aufwärtsrisiken für die Ölpreise aufmerksam und verwies dabei auf außergewöhnlich hohe Preise für Raffinerieprodukte sowie Risiken einer Angebotsknappheit.
Goldman Sachs warnte, dass „wirtschaftliche Risiken größer sind als es unser Basisszenario nahelegt“ aufgrund des bislang beispiellosen Ausmaßes des Angebotsschocks. Die Bank betonte Risiken durch einen zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Rohölpreise, hohe Preise für Raffinerieprodukte und mögliche Versorgungsstörungen.