Laut Goldman-Sachs-Research wird die Federal Reserve zunehmend wahrscheinlicher die Zinsen bis zum Rest des Jahres 2026 unverändert lassen, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stärker sind als zuvor erwartet. Die Bank hat ihre Prognose für die letzten beiden Zinssenkungen nach hinten verschoben: Nun erwartet sie, dass die Fed im Juni 2027 und im Dezember 2027 die Zinsen senkt, verglichen mit ihrer früheren Prognose von Dezember 2026 und März 2027.
Goldman führt die aktualisierte Einschätzung auf stärkere als erwartete Konjunkturdaten zurück, darunter eine robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt und bei den Konsumausgaben. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Arbeitslosenquote bis zum Jahresende auf etwa 4,4% steigt – ein Niveau, das es als zu niedrig erachtet, um beschleunigte Zinssenkungen zu rechtfertigen. Die Kerninflation soll 2026 voraussichtlich weiterhin über 3% liegen, bevor sie sich 2027 allmählich dem 2%-Ziel der Fed annähert. Goldman geht davon aus, dass das Federal Open Market Committee vorsichtig bleiben wird, bis die Inflation einen nachhaltigeren Fortschritt zeigt.