Der Dienstleistungssektor der Eurozone zeigte im Juni eine anhaltende Kontraktion, jedoch mit verlangsamtem Tempo, wie die neuesten Einkaufsmanagerindex-Daten (PMI) von S&P Global zeigen. Der endgültige Dienstleistungs-PMI erreichte 49,4, ein Anstieg gegenüber 47,7 im Mai und der vorläufigen Schätzung von 48,9, bleibt aber unter der Expansionsschwelle von 50,0. Die Verlangsamung der Kontraktion wurde durch eine deutliche Abschwächung des Inputkostendrucks begünstigt, der sich mit der schnellsten Rate seit 1998 (ohne die Pandemie 2020) verlangsamte. Der zusammengesetzte PMI der Eurozone stieg im Juni auf 50,0 und markierte damit die erste Rückkehr in die Expansionszone seit März, da das verarbeitende Gewerbe die anhaltende Schwäche des Dienstleistungssektors ausglich.
Dienstleistungs-PMI der Eurozone verzeichnet im Juni langsamere Kontraktion
S&P Global meldete für Juni einen endgültigen Dienstleistungs-PMI-Wert von 49,4, der unter der Schwelle von 50,0 bleibt, die Kontraktion von Expansion trennt. Die Zahl lag sowohl über dem Mai-Wert von 47,7 als auch der vorläufigen Schätzung von 48,9. Der zusammengesetzte PMI für Juni lag bei 50,0, verglichen mit 48,5 im Mai, und markierte das erste Mal seit März, dass der Index über die Kontraktions-Baseline stieg.
Inputkosteninflation verlangsamt sich auf Vier-Monats-Tief
Die Inputkosteninflation im Dienstleistungssektor verlangsamte sich erstmals seit Oktober des Vorjahres und erreichte ein Vier-Monats-Tief. Die Abschwächung des Kostendrucks, die unter anderem durch fallende Ölpreise beeinflusst wurde, war der stärkste Rückgang seit 1998 (ohne die Pandemie 2020), so die seit 1998 erhobenen Statistiken.
Deutscher Dienstleistungssektor setzt Kontraktion im dritten Monat fort
Der deutsche Dienstleistungs-PMI erreichte im Juni 48,6 und markierte damit den dritten Monat in Folge eine Kontraktion. Der Wert lag sowohl über dem Mai-Wert von 48,1 als auch der vorläufigen Schätzung von 46,8. Der Juni-Wert stellte den höchsten Stand dar, seit der Sektor im April in die Kontraktion eintrat, was auf ein relativ moderates Rückgangstempo hindeutet. Die Nachfrageschwäche aufgrund hoher Preise und nachlassendem Marktvertrauen belastete den Dienstleistungssektor weiterhin. Der zusammengesetzte PMI Deutschlands stieg im Juni leicht auf 49,5, gegenüber 48,8 im Mai.
S&P Global-Ökonom bewertet wirtschaftliche Stabilisierung
Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global Market Intelligence, erklärte, dass die nachlassende Kontraktion der Dienstleistungsaktivität in der Eurozone im Juni eine willkommene Nachricht sei. Williamson merkte an, dass die Daten in Verbindung mit dem Wachstum des verarbeitenden Gewerbes darauf hindeuteten, dass die breitere Eurozonen-Wirtschaft, die zwei Monate lang Produktionsrückgänge verzeichnet hatte, nun wieder Stabilität erlangt habe.
FAQ
Wie hoch war der Dienstleistungs-PMI der Eurozone für Juni?
Der endgültige Dienstleistungs-PMI der Eurozone für Juni lag bei 49,4, ein Anstieg gegenüber 47,7 im Mai und über der vorläufigen Schätzung von 48,9, jedoch immer noch unter der Expansionsschwelle von 50,0.
Warum verlangsamte sich die Kontraktion des Dienstleistungssektors der Eurozone im Juni?
Die Verlangsamung der Kontraktion wurde durch eine deutliche Abschwächung des Inputkostendrucks begünstigt, der sich mit der schnellsten Rate seit 1998 (ohne die Pandemie 2020) verlangsamte, beeinflusst durch Faktoren wie fallende Ölpreise.
Was zeigte der deutsche Dienstleistungs-PMI für Juni?
Der deutsche Dienstleistungs-PMI erreichte im Juni 48,6, den dritten Monat in Folge mit Kontraktion, stellte jedoch den höchsten Stand seit April dar, was auf ein relativ moderates Rückgangstempo hindeutet, trotz anhaltender Nachfrageschwäche aufgrund hoher Preise und nachlassendem Marktvertrauen.