EU verpflichtet Google, Suchdaten für Wettbewerber und KI-Chatbots zu öffnen und verändert die Suchlandschaft

Gate News Nachricht, 16. April — Die Europäische Kommission hat am 16. April vorläufige Feststellungen an Alphabet übermittelt und Google dazu verpflichtet, seine über Jahrzehnte angesammelten Kerndaten zur Suche für Wettbewerber und KI-Chatbots zu öffnen, um den Digital Markets Act (DMA) einzuhalten. Die Maßnahme soll darauf abzielen, die Marktdominanz des US-Tech-Giganten einzuschränken.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen sechs Bereiche: Zulassungskriterien für Datenempfänger (die ausdrücklich KI-Chatbots mit Suchfunktion einschließen), den Umfang der Daten, die Google teilen muss, die Methoden und Häufigkeit der Weitergabe, Verfahren zur Anonymisierung personenbezogener Daten, FRAND-Preisparameter sowie Zugangsverfahren für Empfänger. Der EU-Tech-Chef Henna Virkkunen sagte: “Daten sind eine entscheidende Input-Größe für die Online-Suche und die Entwicklung neuer Dienste, einschließlich KI. Der Zugang zu diesen Daten sollte nicht in einer Weise eingeschränkt werden, die dem Wettbewerb schaden könnte.” Die ausdrückliche Einbeziehung von KI-Chatbots mit Suchfunktion durch die EU bedeutet, dass konversationelle KI-Systeme, die Anfragen direkt beantworten, rechtlich als im selben Wettbewerbsspektrum wie traditionelle Suchmaschinen operierend anerkannt werden, mit gleichen Rechten auf Datenzugang. Das impliziert, dass nach der endgültigen Festlegung Produkte wie OpenAIs ChatGPT und Anthropics Claude Zugriff auf Jahrzehnte an Google-Search-Verhaltensdaten von Nutzern erhalten werden — ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.

Der regulatorische Prozess begann am 27. Januar 2026 als Teil einer Vertiefung der Durchsetzung des DMA. Google wurde am 6. September 2023 formell als Anbieter von Kernplattformdiensten benannt und begann am 7. März 2024 mit der vollständigen DMA-Compliance. Die Kommission wird bis zum 27. Juli eine endgültige bindende Entscheidung erlassen und Google drei Monate für die abschließenden Verhandlungen geben. Das Aufbrechen von Datenbarrieren könnte die datengesteuerte “Matthew Effect”-Dynamik in Suchmärkten grundlegend stören, in denen mehr Nutzer mehr und reichere Daten erzeugen, wodurch die Qualität steigt und mehr Nutzer angezogen werden. Zwangs-Datenfreigabe könnte diesen Zyklus durchbrechen und es KI-Startups ermöglichen, Googles Daten für die Optimierung von Modellen zu nutzen, ohne Feedback von Nutzern von Grund auf neu aufbauen zu müssen.

Google reagierte schnell: Der leitende Wettbewerbsanwalt Clare Kelly erklärte, das Unternehmen werde “diese übermäßige Einmischung entschieden bekämpfen”, und behauptete, sie “geht weit über das ursprüngliche Mandat des DMA hinaus und gefährdet Datenschutz und Sicherheit.” Wenn Google die Compliance letztlich verweigert, kann die Kommission Geldbußen von bis zu 10% des jährlichen weltweiten Umsatzes von Alphabet verhängen — eine möglicherweise astronomische Summe. Der regulatorische Kampf hat gerade erst begonnen.

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