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Ethereum beginnt öffentlich, seine Bemühungen um post-quantensichere Sicherheit zu formalisieren. ETH Foundation-Forscher Will Corcoran nutzte eine Präsentation beim Institutional Ethereum Forum in New York, um sowohl das Bedrohungsmodell als auch die bereits laufenden Protokollarbeiten darzulegen. Er argumentierte, dass diese Anstrengungen weit über ETH hinaus Bedeutung haben, da die Kernengstelle nicht einzigartig für eine Kette ist: Jede Proof-of-Stake-Netzwerk, das auf den heutigen kryptografischen Annahmen basiert, wird schließlich vor dasselbe Skalierungsproblem gestellt.
Neben dem Vortrag hat die Ethereum Foundation pq.ethereum.org gestartet, ein neues Portal, das die Roadmap des Projekts, technische Ressourcen, FAQs für Institutionen und ein Anmeldeformular für ein Post-Quantum-Retreat in Cambridge im Oktober 2026 bündelt. Corcoran sah die Seite als eine Möglichkeit, jahrelange Forschung zu konsolidieren und auf die wachsende Nachfrage von Institutionen zu antworten, die fragen, wie Ethereum plant, sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Quantencomputer elliptische Kurven-Kryptografie brechen können.
Diese Zukunft wird noch Jahre entfernt sein, aber Corcoran sagte, dass Ethereum bereits gegen eine enge Frist arbeitet. Er verwies auf aktuelle Schätzungen für den „Q-Tag“: die Ankunft eines kryptografisch relevanten Quantencomputers, der um 2032 erwartet wird, während die aktuelle Roadmap die wichtigsten post-quantensicheren Komponenten für den „L“ oder „M“ Fork des Protokolls etwa um 2029 anvisiert.
Verwandte Lektüre: Ethereum wird institutionell mit Yield, eröffnet neue Verdienstmöglichkeiten Das Kernargument der Präsentation war, dass post-quantensichere Sicherheit nicht auf einen einfachen Signaturtausch reduziert werden kann. Ethereum basiert heute auf elliptischer Kurven-Kryptografie im gesamten Stack: Validatoren-Bestätigungen auf der Konsensschicht, Blob-Proof-Daten auf der Datenschicht und Transaktions- sowie Wallet-Signaturen auf der Ausführungsschicht. Wenn diese Kryptografie gebrochen wird, bricht ein großer Teil des Sicherheitsmodells des Netzwerks mit.
Doch der Austausch bringt ein Problem zweiter Ordnung mit sich. Die aktuellen BLS-Signaturen von Ethereum sind kompakt und aggregieren äußerst effizient: 10.000 Signaturen komprimieren sich immer noch auf 96 Bytes. Der vorgeschlagene post-quantensichere Ersatz, ein Hash-basiertes Schema namens Lean Sig, benötigt etwa 3.000 Bytes pro Signatur, und eine naive Aggregation würde pro Slot ungefähr 30 Megabyte an Daten erzeugen.
Dieser Kompromiss ist nicht nur eine technische Unannehmlichkeit. Corcoran verband dies wiederholt mit der Dezentralisierungsforderung von Ethereum und argumentierte, dass größere Signaturen die Bandbreitenanforderungen erhöhen, die Anzahl der möglichen Heim-Validatoren verringern und die Sicherheitsmerkmale der Kette schwächen würden. Seiner Ansicht nach ist die gesamte Design-Herausforderung eine Folge dieses Punktes.
„Ethereum post-quantensicher zu machen, ist nicht nur so einfach wie der Austausch der Signaturverfahren, weil diese eine Änderung alles andere nach sich zieht“, sagte er. „Größere Signaturen würden mehr Bandbreite erfordern, was wiederum zu weniger Heim-Validatoren, weniger Dezentralisierung und schwächeren Sicherheitsgarantien führt. Diese eine Änderung wirkt sich auf alles aus.“
Verwandte Lektüre: Ethereum OG Whale kehrt mit 19,5 Mio. USD ETH auf den Markt zurück — Details Das vorgeschlagene Ethereum-Konzept kombiniert LeanSig mit einem Beweissystem namens Lean Multisig, das Corcoran als ein auf STARK basierendes Aggregations-Engine beschrieb. Anstatt alle Signaturen direkt weiterzuleiten, soll das System beweisen, dass sie korrekt verifiziert wurden, und die Ausgabe auf etwa 125 Kilobyte komprimieren. Er nannte diese etwa 250-fache Kompression „den Mond-Mathematik“, die den post-quantensicheren Konsens auf Ethereum möglich macht.
Corcoran nutzte die Präsentation auch, um zu betonen, dass dies kein rein theoretischer Forschungspfad mehr ist. Er sagte, Ethereum betreibe bereits Devnets mit 10 Client-Teams, hat bisher vier Devnets veröffentlicht und arbeitet an einer Finalität mit drei Slots und vier Sekunden Slots als Designbasis. Die breitere Anstrengung, so fügte er hinzu, umfasst mehr als acht Jahre Forschung, etwa 25 Millionen US-Dollar an Fördermitteln und rund 1.500 Mitwirkende aus mehr als 250 Organisationen und Teams.
Für Ethereum ist die unmittelbare Botschaft, dass die Bereitschaft für Post-Quantum-Sicherheit zu einem sichtbaren Teil seiner langfristigen Protokollagenda wird. Für den Rest der Krypto-Welt war Corcorans Aussage breiter gefasst.
„Wirklich, jede Proof-of-Stake-Blockchain steht vor derselben Herausforderung, und diese Herausforderung ist die Fähigkeit, Hash-basierte Signaturen in großem Maßstab zu aggregieren. Das ist unverhandelbar“, sagte er. „Wenn wir es schaffen, LeanSig, LeanMultisig und Lean-Konsens zu implementieren, glauben wir, dass dies wirklich zum de-facto Industriestandard werden könnte.“
Zum Redaktionsschluss wurde ETH bei 2.154 USD gehandelt.
ETH muss den 0,382 Fib im Wochenchart überwinden | Quelle: ETHUSDT auf TradingView.comVorschaubild erstellt mit DALL.E, Chart von TradingView.com
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