Die Europäische Zentralbank erhöhte am 12. Juni ihre drei wichtigsten Leitzinsen um 25 Basispunkte und setzte damit ihre erste Zinserhöhung seit nahezu drei Jahren um. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, die Entscheidung sei einstimmig gewesen und habe signalisiert, dass eine Straffung nötig sei, um zu verhindern, dass die Inflation außer Kontrolle gerät. Die EZB betonte, dass weiterhin Unsicherheit im Raum stehe: Es gebe Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum.
In der Zwischenzeit senkte die Weltbank ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 auf 2,5% – den niedrigsten Stand seit der COVID-19-Pandemie. Die Bank warnte, dass das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 auf 1,3% langsamer werden könnte, falls es zu stärkeren Störungen bei der Energieversorgung kommt und gleichzeitig erheblicher finanzieller Druck entsteht.