EZB-Politiker Nagel: Die Preise könnten langfristig erhöht bleiben, auch wenn der Iran-Konflikt endet

Am 13. Juni äußerte der EZB-Politiker und deutsche Zentralbankgouverneur Nagel die Auffassung, dass die Preise auch über einen längeren Zeitraum erhöht bleiben könnten, selbst wenn sich der Konflikt im Iran schnell lösen sollte. Laut Nagel haben sich die Lieferketten grundsätzlich verändert und die Risikoprämien könnten steigen, wodurch eine Rückkehr zu den Preisniveaus vor dem Konflikt unwahrscheinlich wird. Er verwies dabei konkret auf Mehrkosten durch Prämien für den Versand durch die Straße von Hormus.

Nagel sagte, er „zweifle fast daran“, dass die Welt jemals wieder in ihren Zustand vor dem Konflikt zurückkehren werde, da Unsicherheiten außerhalb des unmittelbaren Konflikts weiterhin die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen dürften. Zwar erhöhen kurzfristige Zinserhöhungen die Refinanzierungskosten, doch Nagel betonte, dass die Aufrechterhaltung der Preisstabilität den größten Beitrag der Zentralbank zur langfristigen wirtschaftlichen Gesundheit darstellt.

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