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Der meiste Schaden für Verbraucher im Kryptobereich wurde nicht durch die Token selbst verursacht, sondern durch die Plattformen, die sie verwalten — die Börsen, Verwahrer, Kreditgeber und Ertragsdienste.
Verwandte Lektüre: Iran-Konflikt-Geräusche treiben Krypto nach oben, aber Analysten sehen begrenztes Aufwärtspotenzial. Diese Erkenntnis steht im Mittelpunkt eines neuen Papiers, das diese Woche von Rhys Bollen, dem Leiter Fintech bei der Australian Securities and Investments Commission, vorgelegt wurde. Er argumentiert, Australien sollte digitale Vermögenswerte nicht mehr als etwas völlig Neues behandeln, sondern die bereits bestehenden Finanzgesetze anwenden.
Bollen führte das auf der Melbourne Money and Finance Conference aus, wo er argumentierte, dass Krypto-Token nach ihrer wirtschaftlichen Funktion beurteilt werden sollten. Ein Token, das wie eine Sicherheit funktioniert, sollte auch als solche behandelt werden. Ein Stablecoin, der Geld bewegt, sollte unter Zahlungsrecht fallen.
Verbraucherschutzregeln sollten alles andere abdecken. Sein Argument entfernt die technologische Verpackung und stellt eine einfachere Frage: Was macht dieses Ding eigentlich?
Papier vorgestellt auf der Melbourne Money & Finance Conference, Universität Melbourne, Dr. Rhys Bollen, leitender Geschäftsführer, FinTech
Diese Herangehensweise stellt Australien gegen die Vorgehensweise anderer Länder. Die USA treiben das CLARITY-Gesetz voran, ein speziell für Krypto entwickelter Rahmen. Die Europäische Union hat ihre Regeln für Märkte in Krypto-Assets, bekannt als MiCA, eingeführt. Beide schaffen spezielle Regulierungsstrukturen für digitale Vermögenswerte.
Bollens Position ist dagegen, dass der Aufbau eines separaten Systems von Grund auf den Punkt verfehlt — und Lücken hinterlässt, die schlechte Akteure ausnutzen werden.
„Chancen für regulatorische Arbitrage“ nennt Bollen diese Lücken. Man baut ein kryptospezifisches Gesetz, und jemand wird ein Produkt so strukturieren, dass es außerhalb davon fällt. Verbindet man Krypto mit bestehendem Recht basierend auf der Funktion des Produkts, verkleinert sich diese Lücke.

BTCUSD-Handel bei 69.615 $ im 24-Stunden-Chart: TradingView
Australien wartet nicht auf Theorie. Das aktuelle Digital Asset Framework-Gesetz, das durch das Parlament geht, versucht nicht, das Corporations Act zu ersetzen.
Berichte deuten darauf hin, dass das Gesetz es ändert — digitale Vermögensplattformen in die bestehende Regulierungsstruktur integriert, anstatt eine separate Spur daneben zu schaffen.
Verwandte Lektüre: Krypto erhält einen Schub durch Trumps neuen nationalen Cyber-Strategie. Die eigene Richtlinie der ASIC, Information Sheet 225, hat bereits bestätigt, dass die bestehenden Definitionen von Finanzprodukten und -dienstleistungen im Corporations Act auf Krypto anwendbar sind, je nachdem, wie ein bestimmtes Asset funktioniert.
Bollen war direkt darüber, was das in der Praxis bedeutet. Regulierer sollten sich auf Zwischenhändler konzentrieren — die Unternehmen, die zwischen Nutzern und ihren Krypto-Geschäften sitzen — anstatt auf die Token selbst. Hier hat sich der tatsächliche Schaden für Verbraucher gezeigt.
Featured image from Cyber Security News, chart from TradingView
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