
Die Staatsanwaltschaft Shilin ermittelt gegen die Virtual-Asset-Handelsplattform „CoinThink Technology“ wegen des Verdachts, eine Betrugsbande bei Geldwäsche unterstützt zu haben. Letztes Jahr wurde der Fall wegen schwerer Betrugsdelikte, Geldwäsche und Organisationskriminalität gegen den Hauptverdächtigen Shih und weitere 13 Personen (insgesamt 14) angeklagt und befindet sich nun in der Verhandlungsphase. Das Kollegialgericht ordnete an, dass der Hauptverdächtige Shih gegen Kaution in Höhe von 20 Millionen Taiwan-Dollar freigelassen wird, wobei gegen ihn Wohnsitzauflagen, ein 8-monatiges Verbot der Ausreise und des Seereisens sowie Maßnahmen zur Überwachung mittels technischer Geräte verhängt werden. Zudem wurde gefordert, dass er regelmäßig bei den zuständigen Stellen Bericht erstattet. Die Staatsanwaltschaft beantragt, das Gericht solle wegen besonderer Schwere der Schuld eine Gesamtfreiheitsstrafe von 25 Jahren verhängen.
Anklageschrift gegen CoinThink Technology: Betrugsbande führt zum Kauf von USDT
Laut einem Bericht der Central News Agency (CNA) sieht der in der Anklageschrift bestätigte Sachverhalt wie folgt aus: CoinThink Technology tritt nach außen als legaler Anbieter von virtuellen Vermögenswerten auf und bietet über Filial-Standorte im ganzen Land Dienstleistungen zum Kauf und Verkauf von Tether (USDT) an. Die Betrugsbande führt die Opfer dazu, Bargeld in die Filialen zu bringen, um USDT zu kaufen, und überträgt anschließend die Vermögenswerte auf eine angegebene Wallet-Adresse. Durch eine mehrstufige Überweisung wird der Bezug zwischen Geld- und Coin-Flüssen gekappt, was die Nachverfolgung durch Strafverfolgungsbehörden erschwert.
Voraussetzungen für die Entscheidung des Gerichts: Shih zahlt Kaution, Überwachung und Ausreisebeschränkung
Das Kollegialgericht befand nach Beginn der Verhandlungsphase, dass die Notwendigkeit einer Untersuchungshaft im Vergleich zur Ermittlungsphase gesunken sei, und traf folgende Maßnahmen: Kaution in Höhe von 20 Millionen Taiwan-Dollar, Beschränkung des Wohnsitzes, Beschränkung der Ausreise und des Seereisens für 8 Monate, Überwachung über technische Geräte sowie regelmäßige Berichte bei den zuständigen Stellen.
Das Gericht stellte fest, dass der Hauptverdächtige Shih in besonders schwerem Ausmaß verdächtigt wird, sich an gemeinsamem Betrug zum Erwerb von Vermögensvorteilen sowie an allgemeiner Geldwäsche beteiligt zu haben, wobei die Verdachtslage erheblich sei. Gleichzeitig erachtete es, dass die mehrfache Sicherheitsverwahrung ausreicht, um das Risiko der Flucht zu senken und den weiteren Verfahrensablauf sicherzustellen. Der Fall befindet sich noch nicht in der Urteilsphase.
Häufige Fragen
Wofür wurde CoinThink Technology angeklagt und wie ist der aktuelle Verfahrensstand?
Laut einem Bericht der CNA hat die Staatsanwaltschaft Shilin den Hauptverdächtigen Shih und weitere 13 Personen wegen schwerer Betrugsdelikte, Geldwäsche zur Bekämpfung von Straftaten und nach dem Gesetz zur Verhütung von Organisationskriminalität angeklagt. Zum Zeitpunkt des Berichts befindet sich der Fall in der Verhandlungsphase; der Hauptverdächtige Shih wurde gegen Kaution in Höhe von 20 Millionen Taiwan-Dollar freigelassen. In diesem Fall sind 1.601 Zeugen bereits zugelassen worden; es wurde noch kein Urteil gefällt.
Worin unterscheiden sich die Schadenssummen und die Geldwäsche-Geldflüsse in diesem Fall?
Laut einem Bericht der CNA beläuft sich die unmittelbar durch Betrug erlangte Schadenssumme der Opfer auf ungefähr 1,275 Milliarden Taiwan-Dollar; die damit verbundenen Geldwäschefonds übersteigen 2,3 Milliarden Taiwan-Dollar. Die Differenz zeigt, dass die beteiligte Gruppe die Gelder in weit größerem Umfang als die ursprüngliche Betrugssumme durch mehrstufige Überweisungen umschichtet.
Warum hat das Gericht entschieden, Kaution zuzulassen und nicht die Untersuchungshaft fortzusetzen?
Das Kollegialgericht bestätigte, dass nach Eintritt in die Verhandlungsphase die Notwendigkeit einer Untersuchungshaft geringer geworden ist als in der Ermittlungsphase. Das Gericht ist der Ansicht, dass die Maßnahmen ausreichen, um sicherzustellen, dass der Hauptverdächtige Shih nicht flieht, und um den reibungslosen Ablauf des weiteren Verfahrens zu gewährleisten, unter anderem aufgrund der hohen Kaution von 20 Millionen Taiwan-Dollar, der Überwachung über technische Geräte, des 8-monatigen Verbots der Ausreise und des Seereisens sowie regelmäßiger Meldungen.