Laut Panelteilnehmern haben führende Vertreter von CoinShares, Calamos, ProShares und Flow Traders anhaltende infrastrukturelle Probleme im Spot-Bitcoin-ETF-Markt identifiziert. Zwar haben Spot-Bitcoin-ETFs die Marktzugänglichkeit verbessert, doch das Panel nannte drei vorrangige Punkte, die behoben werden müssen: Verwahrungskonzentration, Zuraten- (Advisor-)Adoption und Effizienz des Creation-Flows.
Risiko der Verwahrungskonzentration
Die Panelteilnehmer hoben eine Coinbase-lastige Verwahrungskonzentration als strukturelle Schwäche im aktuellen Spot-Bitcoin-ETF-Ökosystem hervor. Die Abhängigkeit von nur einem Verwahrer stellt ein Zentralisierungsrisiko dar, das möglicherweise durch den Ausbau einer breiteren Verwahrungsinfrastruktur adressiert werden muss.
Zuraten- (Advisor-)Adoption
Eine zurückhaltende Adoption von Spot-Bitcoin-ETFs wurde als weiteres Hindernis für eine breitere Marktdurchdringung ausgemacht. Die begrenzte Einbindung dieser Produkte durch Finanzberater in Kundenportfolios deutet darauf hin, dass Herausforderungen in der Aufklärung oder bei der Passung zwischen Produkt und Markt weiterhin bestehen.
Effizienz des Creation-Flows
Eine Ineffizienz im Creation-Flow wurde als „sanitär-/Leitungsproblem“ (plumbing issue) eingestuft, das die operativen Abläufe von Spot-Bitcoin-ETFs beeinträchtigt. Dieser technische Engpass kann die Geschwindigkeit und die Kosten der Prozesse zur Erstellung und Rücknahme von ETF-Anteilen beeinflussen.