Gate-News-Nachricht, 15. April — Bitcoin-Entwickler haben BIP 361 eingeführt, einen Vorschlag, der darauf abzielt, das Netzwerk vor künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer zu schützen, indem quantenanfällige Adressen eingefroren werden, vor allem P2PK-Adressen mit öffentlich offengelegten öffentlichen Schlüsseln. Berichten zufolge haben bereits über 34% des Bitcoin-Bestands öffentlich offengelegte öffentliche Schlüssel, was ein potenzielles Risiko darstellt, falls die Quanten-Technologie sich schnell weiterentwickelt.
BIP 361 beschreibt einen Drei-Phasen-Plan. Zunächst würde das Netzwerk das Zulassen neuer Transaktionen an anfällige Adressen stoppen und die Nutzer dazu ermutigen, ihre Gelder auf quantensichere Wallets zu migrieren. Zweitens würde das System nach einer festgelegten Zeit alte Signaturmethoden blockieren und so verhindern, dass anfällige Coins mit veralteten Sicherheitsprotokollen ausgegeben werden. Schließlich könnte der Vorschlag es Nutzern ermöglichen, Gelder mithilfe fortgeschrittener Methoden wie Zero-Knowledge-Proofs wiederherzustellen, wodurch das Ökosystem Zeit bekommt, sich zu aktualisieren, während gleichzeitig klare Fristen für Sicherheitsverbesserungen festgelegt werden.
Der Vorschlag hat eine Debatte ausgelöst. Befürworter argumentieren, dass frühes Handeln notwendig ist, um einen großangelegten Diebstahl zu verhindern, falls Quantenangriffe erfolgen, die das Vertrauen in Bitcoin untergraben könnten. Kritiker hingegen äußern Bedenken gegenüber dem Konzept des Einfrierens von Adressen und sehen darin etwas, das dem Grundsatz vollständiger Nutzerkontrolle und Freiheit widerspricht. BIP 361 bleibt ein Entwurf und wurde noch nicht genehmigt oder umgesetzt, aber er zeigt, dass Entwickler sich auf mögliche langfristige Sicherheitsherausforderungen vorbereiten.