Ask.com, eine US-Suchmaschine und eine Frage-und-Antwort-Plattform, die einst als Ask Jeeves bekannt war, wurde am 1. Mai 2026 eingestellt, wie eine Mitteilung auf der Website angibt. Die Muttergesellschaft IAC beendete das Geschäft, während sie ihren Fokus auf größere, umsatzstärkere Aktivitäten schärfte, so TechCrunch.
Der Dienst startete 1996 und wurde dafür bekannt, Nutzern zu ermöglichen, natürliche Fragen zu formulieren, statt Keywords einzugeben. Allerdings verbrachte er den Großteil seiner Geschichte damit, hinter größeren Rivalen wie Google zu konkurrieren.
IAC übernahm Ask Jeeves im Jahr 2005 und strich den Namen Jeeves kurz darauf. Im Jahr 2010 schränkte das Unternehmen das Suchprodukt ein, um sich auf Q&A zu konzentrieren, nachdem der strategische Beschluss des Vorsitzenden Barry Diller gefasst worden war. Er sagte, das Suchgeschäft sei nicht wettbewerbsfähig mit Google.
Ask.com hatte innerhalb des breiteren Portfolios von IAC nur begrenztes finanzielles Gewicht. Dotdash Meredith, eine IAC-Tochtergesellschaft, erzielte 2023 einen Umsatz von 1,7 Milliarden US-Dollar. ANGI Inc., IACs Marktplatz für Home-Services, erwirtschaftete 2024 nahezu 1,18 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu war der Beitrag von Ask.com minimal, wodurch die Schließung eher eine praktische Geschäftsentscheidung als ein strategischer Wendepunkt war.
Die Abschaltung hat eine Ironie: Die ursprüngliche Frage-und-Antwort-Idee von Ask.com hat im Zeitalter von KI-Chatbots neue Relevanz gefunden. Die Verlagerung hin zu direkten Antworten statt Link-Listen wird als „Ask Jeeves-ification der Onlinesuche“ beschrieben. Ask.com konnte in seiner eigenen Ära nicht mithalten, doch die aktuelle Technologielandschaft bestätigt seine zentrale Prämisse: Die Idee war da, bevor die Infrastruktur sie im großen Maßstab liefern konnte.