22% Kryptosteuer gesenkt, während Südkorea seine Strategie anpasst

Vertrauenswürdiger redaktioneller Inhalt, geprüft von führenden Branchenexperten und erfahrenen Redakteuren. Werbungshinweis Die Steuerbehörde Südkoreas investiert rund 2 Millionen US-Dollar in den Aufbau eines KI-Systems, das ungemeldete Kryptowährungs-Einkünfte aufspürt — obwohl Gesetzgeber versuchen, die Steuer abzuschaffen, die dieses System durchsetzen soll.

Verwandte Artikel: Verschärfung der Krypto-Kontrolle: Kanada widerruft 47 Lizenzen## Ein Gesetz zur Abschaffung der Krypto-Steuer

Die People Power Party stellte den Antrag am 18. März, wobei Fraktionsführer Song Eon-Seok Änderungen am Einkommensteuergesetz vorschlug, die alle geplanten Regeln zur Besteuerung digitaler Vermögenswerte abschaffen würden.

Nach aktuellem Recht würden Krypto-Gewinne ab 2027 mit 20 % Einkommensteuer belegt, die bei Hinzurechnung lokaler Steuern auf 22 % steigen.

Song sagt, das sei unfair. Südkorea behandelt digitale Vermögenswerte bereits als Waren im Rahmen seines Mehrwertsteuersystems, und eine zusätzliche Einkommensteuer bedeute, dass Investoren doppelt besteuert werden, nur weil sie denselben Vermögenswert halten.

Der Zeitpunkt verstärkt das Argument. Kürzlich wurde die Steuer auf Einkünfte aus Finanzinvestitionen abgeschafft — ein Schritt, der darauf abzielt, traditionelle Kapitalmärkte zu unterstützen und Privatanleger zu schützen.

Song wies darauf hin, dass das Abschaffen der Steuern für Aktieninvestoren, während sie für Krypto-Halter bestehen bleiben, ein ungerechtes Spielfeld schafft, das schwer zu rechtfertigen ist.

Auch ausländische Investoren spielen eine Rolle. Beamte sagten, die Besteuerung ausländischer Teilnehmer würde erhebliche administrative Probleme verursachen, was die Durchsetzung teurer und komplexer machen würde, als die Einnahmen wert wären. Das Gesetz soll die Regeln einfach halten und den Markt offen lassen.

Derzeit beträgt die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen 2,37 Billionen US-Dollar. Chart: TradingView## Durchsetzung wird trotzdem stärker

Während das Gesetzgebungsverfahren läuft, verfolgt die nationale Steuerbehörde eine andere Richtung. Die Behörde kündigte Pläne an, eine KI-gestützte Tracking-Plattform einzusetzen, die mit etwa 3 Milliarden koreanischen Won finanziert wird, um ungemeldete Kryptowährungstransaktionen zu identifizieren. Das System soll vor Ende 2026 in Betrieb sein.

Das schafft eine ungewöhnliche Situation: Die Regierung könnte bald ein hochentwickeltes Werkzeug haben, um Krypto-Steuerhinterzieher zu fassen, die in einem Markt operieren, in dem es möglicherweise keine Krypto-Steuer zu hinterziehen gibt.

Bild: MasterSergeant/stock.adobe.com

Die Strafverfolgungsbehörden verschärfen auch ihre Kontrolle über datenschutzorientierte Kryptowährungen — sogenannte „Dark Coins“, die Transaktionsdetails verbergen.

Die Nationale Polizei hat kürzlich neue Regeln eingeführt, die dedizierte digitale Wallets, softwarebasierte Speichersysteme und strengere Protokolle für den Umgang mit beschlagnahmten Krypto-Vermögenswerten vorschreiben.

Ein Polizeibeamter bemerkte, dass sich die Speicherungsmethoden drastisch verändert haben, von physischen Lagern bis hin zur Verwaltung von Wallet-Adressen und privaten Schlüsseln.

Verwandte Artikel: Krypto-Kürzungen gehen weiter: Algorand kürzt 25 % der Belegschaft### Börsen stehen ab Oktober vor neuen Regeln

Der Verbraucherschutz wird ebenfalls verbessert. Ab Oktober müssen Kryptowährungsbörsen in Südkorea alle Transaktionen aktiv auf Anzeichen von Betrug überwachen.

Die Finanzdienstleistungsbehörde bestätigte, dass Börsen verdächtige Überweisungen kennzeichnen und einfrieren, Opfern bei der Rückholung verlorener Gelder helfen und Informationen über potenziellen Betrug mit Ermittlungsbehörden teilen müssen.

Featured image from Pexels, chart from TradingView

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