Google senkt die Provision im Play Store auf 20 %, öffnet Zahlungen über die eigene Website: Android-Ökosystem erlebt eine neue Ära

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Google kündigt an, die Provision im Play Store von 30% auf 20% zu senken, und öffnet die Zertifizierung für Drittanbieter-App-Stores als strategische Reaktion auf Klagen von Epic Games und globalen Regulierungsdruck.
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Inhaltsverzeichnis

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  • Nutzer können direkt auf der Website des Händlers einkaufen
  • Neue Wege für Drittanbieter-App-Stores
  • Klagen, Regulierungen und 800 Millionen Dollar Partnerschaft
  • Wer sind die Gewinner?

Am 4. Tag hat Google offiziell eine umfassende Reform seiner Android-App-Ökosystems und der Gebührenstruktur im Play Store angekündigt. Laut Ankündigung wird die Standardprovision von 30% auf 20% gesenkt.

Zusätzlich profitieren Entwickler, die am „App Experience Programm“ oder „Google Play Games Level Up Programm“ teilnehmen: Neue Nutzerinstallationen erhalten einen Rabatt auf die Gebühren von 15%; bei Abonnements liegt die Gebühr bei 10%.

Nutzer können direkt auf der Website des Händlers einkaufen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Öffnung für alternative Bezahlsysteme.

Entwickler können jetzt sowohl Google Pay als auch alternative Zahlungsoptionen innerhalb der App anbieten und Nutzer auf ihre eigene Website zum Abschluss des Kaufs leiten. Das ist viel lockerer als die App-Store-Richtlinien von Apple ab 2025, die nur erlauben, Nutzer über Links im App-Store auf Webzahlungen zu verweisen. Google erlaubt es direkt, zwei Bezahl-Buttons in der App zu platzieren.

Hinweis: Entwickler, die Google Play Billing verwenden, müssen neben der Servicegebühr auch eine marktbezogene Transaktionsgebühr zahlen. In der Europäischen Wirtschaftszone (EEA), Großbritannien und den USA beträgt diese Gebühr 5%.

Neue Wege für Drittanbieter-App-Stores

Ein weiterer Regelwandel betrifft das Programm für registrierte App-Stores. Es wird berichtet, dass Drittanbieter-Stores, die bestimmte Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, sich für dieses Programm qualifizieren können. Zertifizierte Stores erhalten eine vereinfachte Installationsschnittstelle im Android-System, die das wiederholte Bestätigen und manuelle Aktivieren von unbekannten Quellen überflüssig macht.

Ein wichtiger Punkt: Die Teilnahme ist freiwillig. Nutzer können weiterhin Apps von nicht zertifizierten Stores sideloaden. Google plant jedoch, die Sideload-Prozesse ab 2026 zu verschärfen, was den Vorgang komplizierter machen könnte.

Kurz gesagt: Wenn du nicht in mein Zertifizierungssystem eintrittst, wird die Installation für deine Apps umständlicher.

Hinweis: Sideloading bedeutet, Apps außerhalb des offiziellen Stores zu installieren, z.B. durch Aktivierung von „Unbekannte Quellen“ und direkte Installation der .apk-Datei.

Klagen, Regulierungen und 800 Millionen Dollar Partnerschaft

Diese Veränderungen kommen nicht aus reiner Laune. Hinter den Kulissen stehen harte Rechtsstreitigkeiten und Regulierungsdruck. Epic Games reichte 2020 eine Kartellklage gegen Google ein, weil es den App-Vertrieb monopolisierte.

Im November 2025 wurde eine Einigung erzielt. Laut 9to5Google haben Google und Epic eine Partnerschaft im Wert von 800 Millionen Dollar geschlossen, die Produktentwicklung und die Nutzung von Epics „Kerntechnologien“ durch Google umfasst.

Ein weiterer Antrieb ist die EU-Digitalmarktverordnung (DMA). Diese setzt klare Grenzen für Plattformmonopole. Apple hat seine Gebühren in der EU bereits 2025 auf 17% gesenkt, Google kann es sich nicht leisten, den Wettbewerb und die Regulierungsbehörden zu ignorieren.

Der Zeitplan für die Gebührenanpassungen spiegelt diese Überlegungen wider:

  • Für den Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien und die USA tritt die neue Gebührenstruktur am 30. Juni 2026 in Kraft, geplant ist die Umsetzung am 30. September
  • Australien am 30. September
  • Südkorea und Japan am 31. Dezember
  • Für alle anderen Regionen weltweit gilt der 30. September 2027

Wer sind die Gewinner?

Entwickler profitieren tatsächlich, aber nur in unterschiedlichem Maße. Kleine und mittlere Entwickler, die ohnehin schon niedrigere Gebühren zahlen, profitieren kaum. Die echten Gewinner sind große Publisher mit Umsätzen im Millionenbereich, die durch die Einsparungen am meisten profitieren.

Gleichzeitig haben Verbraucher mehr Zahlungsoptionen und App-Quellen. Doch mit dem Eintritt weiterer Drittanbieter-Stores steigen auch die Sicherheitsrisiken. Google Play Protect kann nur begrenzt schützen; Nutzer müssen selbst vorsichtig sein.

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