
Mehrere taiwanesische Medien berichteten am 3. März 2026, dass die AI-Kurzserie „Huo Qubing“ viral gegangen sei und angeblich 500 Millionen Aufrufe erreicht habe, bei Produktionskosten von nur etwa 3.000 RMB und einer Dauer von 48 Stunden. Nach Überprüfung der wichtigsten Plattformen stellten die Reporter jedoch fest, dass die Gesamtaufrufe der von Schöpfer Yang Hanhans AIGC auf Bilibili und Douyin hochgeladenen Videos 20.000 nicht übersteigen, was erheblich von den berichteten Zahlen abweicht.

(Quelle: Manhua-Produktionslinie)
Laut taiwanesischen Medien wurde diese etwa 23 Minuten lange AI-Kurzserie über den berühmten westlichen Han-General Huo Qubing von Yang Hanhans AIGC produziert. Die Produktionskosten beliefen sich auf nur etwa 3.000 RMB. Der Schöpfer selbst gab auf Weibo bekannt, dass das Video vor der Veröffentlichung von Seedance 2.0 fertiggestellt wurde, nur 48 Stunden dauerte und alle Videos und Bilder über die Plattform „Manhua-Produktionslinie“ der 360 Group generiert wurden. Das Nachbearbeiten erfolgte mit JianYing, und es wurde auch ein gleichnamiger Titeltrack produziert.
Medien schätzen, dass die Kosten für AI-generierte Spezialeffekte bei Yang Hanhans Produktion auf nur 3 RMB pro Sekunde gesenkt wurden, im Vergleich zu mehreren Zehntausend RMB für eine traditionelle Live-Action-Episode, was die Kosten erheblich reduziert.
Laut der Aufzeichnung der Plattform „Manhua-Produktionslinie“ wurde „Huo Qubing“ im Februar 2026 fertiggestellt, jedoch ist nur eine Version mit 4 Minuten und 23 Sekunden auf der Plattform sichtbar. Die angebliche 23-minütige Vollversion ist schwer unabhängig zu verifizieren.
Die Überprüfung der wichtigsten sozialen Plattformen ergab folgendes: Auf Weibo wurden etwa 640.000 Aufrufe bei entsprechenden Posts gefunden; die Gesamtaufrufe der von Yang Hanhans AIGC auf Bilibili und Douyin hochgeladenen „Huo Qubing“-Kurzserie überschreiten 20.000 nicht; hinzu kommen sporadische Aufrufe auf anderen Plattformen, insgesamt bleibt die Zahl weit hinter den 500 Millionen zurück.
Verifizierbare tatsächliche Daten: Die eigenen Konten des Schöpfers auf Bilibili und Douyin zusammen haben nicht mehr als 20.000 Aufrufe; Weibo-Posts etwa 640.000; insgesamt weit weniger als 500 Millionen.
Vergleich mit MrBeast: Der weltweit meistabonnierte YouTube-Kanal (ca. 470 Millionen Abonnenten) von MrBeast hat am 25. Januar ein etwa 22 Minuten langes Video hochgeladen, das derzeit 110 Millionen Aufrufe hat – also nur ein Bruchteil der angeblichen 4,5-fachen Zahl für „Huo Qubing“.
Vertrauenswürdigkeit der Berichterstattung: Mehrere taiwanesische Medien berichteten über die 500-Millionen-Aufrufe, lieferten jedoch keine überprüfbaren konkreten Datenquellen.
Mögliche plausible Erklärung: „Huo Qubing“ ist ein beliebtes historisches AI-Thema, es gibt zahlreiche Versionen und Variationen im Internet. Wenn man alle Versionen zusammenzählt, könnte die Gesamtzahl der Aufrufe in die Nähe von 500 Millionen kommen; dies ist jedoch eine andere Aussage als die Behauptung, dass „Yang Hanhans Version allein 500 Millionen“ erreicht hat.
Technisch ist die kostengünstige Produktion von AI-Kurzserien bereits Realität. Yang Hanhans AIGC nutzt Tools, die die Produktionskosten erheblich senken können. Aber niedrige Produktionskosten bedeuten nicht zwangsläufig hohe Aufrufzahlen. Nach den überprüfbaren Daten liegt die Gesamtzahl der Aufrufe der Schöpferkonten deutlich unter 500 Millionen, und die Medienberichte liefern keine verifizierbaren Quellen, was die Plausibilität dieser Zahl in Zweifel zieht.
Huo Qubing war ein berühmter General der West-Han-Dynastie, bekannt für seine Tapferkeit im Kampf gegen die Hunnen. Er ist eine legendäre Figur in der chinesischen Geschichte. Mit dem Aufkommen von AI-Video-Produktionen sind historische Themen (wie die Drei Reiche, Xin Qiji usw.) bei vielen Schöpfern sehr beliebt. Es gibt zahlreiche AI-Versionen, was zu Verwirrung bei der Zählung der Aufrufe verschiedener Versionen führen kann.
Der Fall zeigt, dass Medienberichte über „viral gehende“ Zahlen oft unzureichend überprüft sind. Leser sollten bei solchen hohen Zahlen die Daten der Schöpferkonten selbst prüfen und die Quellen der Medien hinterfragen, anstatt sich nur auf die Berichte einzelner Medien zu verlassen.