Der Cardano-Preis (ADA) fiel am Mittwoch unter die Marke von 0,28 USD und löschte damit die vorsichtige Erholung vom Vortag vollständig. Signale aus On-Chain-Daten und Derivatemärkten schwächten sich gleichzeitig ab, was das weniger optimistische Szenario bestätigt, da die Wallet-Gruppen der „Wale“ ihre Bestände weiter reduzieren und die Funding-Rate ins Negative umschlägt — ein Zeichen dafür, dass die pessimistische Stimmung überwiegt.
Technisch gesehen wird ADA weiterhin durch einen seit mehreren Monaten bestehenden Abwärtstrend nach unten gedrückt. Solange es nicht gelingt, diese wichtige Widerstandszone zu überwinden, bleibt der vorherrschende Trend rückläufig, mit einem Risiko weiterer Korrekturen im kurzfristigen Bereich.
Daten zur Angebotsverteilung von Santiment untermauern das Abwärtsszenario für Cardano, da große Wallets ihre Positionen kontinuierlich abbauen.
Konkret haben Wallets mit 100.000–1 Million ADA (rote Linie), 1–10 Millionen ADA (gelbe Linie) und 10–100 Millionen ADA (blaue Linie) seit dem 24. Februar bis Dienstag insgesamt 260 Millionen ADA verkauft. Dieser groß angelegte Abverkauf erhöht den Angebotsdruck erheblich und belastet die kurzfristigen Preisaussichten.
ADA-Angebotsverteilungsdiagramm | Quelle: Santiment
Im Derivatemarkt signalisieren die Funding-Raten-Daten von CoinGlass weiterhin negative Tendenzen. Der Index drehte am Montag ins Negative und blieb am Dienstag bei -0,009 %, was darauf hindeutet, dass Short-Positionen Gebühren an Long-Positionen zahlen müssen. Diese Entwicklung spiegelt eine vorherrschende pessimistische Stimmung gegenüber ADA wider.
Neben dem Verkaufsdruck durch Wale und der negativen Funding-Rate wird die Risikobereitschaft der Investoren durch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran eingeschränkt, was risikoreiche Vermögenswerte wie Cardano zusätzlich belastet.
Cardano Funding-Rate-Diagramm | Quelle: Coinglass
Außenminister Marco Rubio erklärte, dass Washington sich auf eine mögliche verstärkte Angriffswelle gegen den Iran innerhalb der nächsten 24 Stunden vorbereitet. Diese Ankündigung erfolgte nach Warnungen des US-Präsidenten Donald Trump, dass eine groß angelegte Angriffswelle noch aussteht, was das Risiko eines längeren Konflikts erhöht. Zudem riet das US-Außenministerium US-Bürgern, die Nahost-Region sofort zu verlassen, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Diese geopolitischen Spannungen zermürben weiterhin die Investorenstimmung und üben zusätzlichen Druck auf den Kryptomarkt aus.
Der Cardano-Preis (ADA) pendelt am Mittwoch um die Marke von 0,26 USD, nach einer leichten Erholung zuvor. Obwohl der Verkaufsdruck nachlässt, bleibt der kurzfristige Ausblick rückläufig, da der Preis weiterhin unter dem seit Monaten bestehenden Abwärtstrend gehalten wird — der die Erholung bei rund 0,29 USD am Sonntag bereits ablehnte. Zudem handelt ADA deutlich unter den 50- und 100-Tage-EMA-Linien bei 0,30 USD bzw. 0,37 USD, was darauf hindeutet, dass die Bullen noch keine Kontrolle zurückgewonnen haben.
Der RSI auf Tagesbasis liegt bei 43, unterhalb der neutralen Marke von 50, was auf eine schwache Aufwärtsdynamik nach dem kurzen Anstieg in Richtung 0,30 USD hinweist. Gleichzeitig zeigt der MACD nur eine leichte Annäherung an die Signallinie und bewegt sich nahe bei 0, mit einem positiven, aber bescheidenen Histogramm — ein Zeichen dafür, dass die Erholung noch nicht überzeugend ist und die Gesamtstruktur weiterhin von den Verkäufern dominiert wird.
Tägliches ADA/USDT-Chart | Quelle: TradingView
Technisch bleibt die Zone bei 0,29 USD — die mit dem Abwärtstrend übereinstimmt — die nächstgelegene Hürde. Bei einer verbesserten Kapitalzufuhr und einem erfolgreichen Durchbruch könnte die Marke von 0,32 USD die nächste Widerstandsmarke darstellen.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung bei etwa 0,25 USD, gefolgt von 0,24 USD, was eine wichtige „Verteidigungslinie“ gegen eine tiefere Korrektur sein könnte.
Ein Tagesabschluss über 0,29 USD würde den Spielraum für eine Erholung auf 0,32 USD eröffnen und den aktuellen Abwärtsdruck etwas mildern. Wird hingegen die Marke von 0,24 USD durchbrochen, ist mit einer mittelfristigen Trendbestätigung nach unten zu rechnen, mit dem nächsten Ziel bei den Tiefstständen vom 6. Februar um circa 0,22 USD.