Hyperliquid (HYPE) hält bei 33 USD zum Zeitpunkt der Aufnahme am Dienstag, setzt die viertägige Erholung fort und verlängert die Aufwärtsbewegung trotz starker globaler Marktturbulenzen aufgrund der US- und Israelischen Luftangriffe auf den Iran. Im Umfeld einer „Risk-off“-Stimmung suchen Kapitalflüsse verstärkt sichere Anlagen und Rohstoffe mit hoher Nachfrage wie Öl, Gold (XAU), Silber (XAG) sowie tokenisierte Versionen dieser auf Hyperliquid.
Bemerkenswert ist, dass das offene Interesse (OI) von HYPE stabil bleibt, obwohl die Liquidationen von Short-Positionen zunehmen. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach dem Token der Börse weiterhin robust ist und das Vertrauen der Investoren in der aktuellen Volatilität nicht erschüttert wurde.
Die am Samstag gestartete Koalitionsoperation zwischen den USA und Israel gegen den Iran hat die defensive Stimmung an den Märkten schnell verstärkt. Die Nachfrage nach Rohöl sowie sicheren Anlagen wie Gold und Silber schoss in die Höhe. Während die traditionellen Märkte am Wochenende geschlossen sind, fließt das Kapital jedoch nicht in eine Pause, sondern wandert in Hyperliquid – eine 24/7 dezentrale Börse (DEX).
Ein wichtiger Treiber ist das Hyperliquid 3 (HIP-3) Protocol, das es Nutzern ermöglicht, Futures-Kontrakte mit einer Margin von 500.000 HYPE zu eröffnen. Laut Flowscan erreichte das offene Interesse (OI) auf HIP-3 bis Dienstag 1,05 Milliarden USD, nachdem es am Samstag mit 1,13 Milliarden USD den Höchststand erreicht hatte – was auf rege Handelsaktivitäten im geopolitisch turbulenten Umfeld hinweist.
Daten zum offenen Interesse (OI) von HIP 3 | Quelle: Flowscan
Gleichzeitig bleibt der Netto-Cashflow stabil, während die Transaktionsgebühren marktführend sind, was die Attraktivität von Hyperliquid unterstreicht. Artemis-Daten zeigen, dass die Plattform in den letzten 24 Stunden 1,6 Mio. USD an Gebühren eingenommen hat, deutlich mehr als Tron (TRX) mit 703.500 USD. Beim Nettocashflow über die Bridge führt Hyperliquid mit 14,4 Mio. USD, weit vor Polygon mit 11,3 Mio. USD in demselben Zeitraum.
Top-Blockchain-Listen | Quelle: Artemis
Die Derivatemarkt-Daten von Hyperliquid zeigen, dass die Nachfrage im Stillen aber stetig bleibt. CoinGlass meldet ein Gesamtliquidationsvolumen von 5,28 Mio. USD in den letzten 24 Stunden, wobei Short-Positionen im Wert von 3,79 Mio. USD „gewaschen“ wurden – was auf größeren Druck auf die Pessimisten bei fallenden Kursen hinweist.
Bemerkenswert ist, dass das offene Interesse (OI) bei HYPE bei 1,34 Milliarden USD bleibt, was einen Anstieg von 0,53 % innerhalb dieses Zeitraums bedeutet. Dies zeigt, dass die nominalen Werte der offenen Kontrakte hoch bleiben und die Kapitalflüsse weiterhin auf steigende Kurse setzen.
Zudem hat sich die Funding-Rate von -0,0032 % auf 0,0019 % umgedreht, was ein weiteres Signal für eine Marktstimmung in Richtung Aufwärtstrend ist, bei der die Käufer die Kontrolle behalten.
HYPE-Derivatedaten | Quelle: CoinGlass
Hyperliquid zeigt eine beeindruckende Aufwärtsdynamik und handelt derzeit stabil über dem 200-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 32,13 USD. Besonders auffällig ist der steil ansteigende 50-Tage-EMA, der kurz davor ist, den 200-Tage-EMA zu kreuzen, was die Bildung eines „Golden Cross“ andeutet – ein häufig genannter Indikator für einen mittelfristigen Aufwärtstrend.
Auf dem Tageschart bleibt der MACD nach dem positiven Schnitt am Sonntag über der Signallinie, was die Aufwärtsdynamik bestätigt. Der RSI liegt bei 60, was auf eine Kaufüberlegenheit hinweist, aber noch keine Überkauftheit signalisiert, sodass weiteres Aufwärtspotenzial besteht.
Tageschart HYPE/USDT | Quelle: TradingView
Technisch gesehen zielt die Erholung von HYPE auf die Widerstandszone bei 35,47 USD – dem Tief vom 2. August, das mehrfach den Aufwärtstrend im Februar gebremst hat. Ein klares Schlusskurs über diesem Niveau könnte den Weg in den Bereich 49–50 USD ebnen, der zuletzt Ende Oktober getestet wurde.
Auf der Unterseite dürften die 200-Tage-EMA bei 32,13 USD und die 50-Tage-EMA bei 29,46 USD wichtige Unterstützungen darstellen, die die aktuelle Aufwärtsbewegung bei einer Korrektur stabilisieren könnten.