USA und Israel führen militärische Aktionen gegen den Iran durch, während die globale Energiemarkt die Entwicklungen im Nahen Osten genau verfolgt. Die Guardian weist darauf hin, dass eine Ausbreitung des Konflikts die Rohölversorgungskette beeinträchtigen könnte. Derzeit sind zahlreiche Öltanker am Eingang des Persischen Golfs blockiert. Sollte die Straße von Hormuz (霍爾木茲海峽) von den Revolutionsgarden des Iran blockiert werden, könnte dies zu einem erheblichen Anstieg der internationalen Ölpreise führen und die Weltwirtschaft stark beeinflussen.
Blockade der Straße von Hormuz könnte zu drastischem Anstieg von Rohöl- und Verbraucherpreisen führen
Innerhalb weniger Stunden nach den Luftangriffen der USA und Israels warnte die Revolutionsgarde des Iran, dass keine Schiffe die Straße von Hormuz passieren dürfen – die wichtigste Handelsroute für Öl weltweit. Iran hat die Blockade noch nicht offiziell bestätigt, doch bei einer tatsächlichen Sperrung würde dies eine beispiellose Spannungsphase im Nahen Osten auslösen. Nach einem Angriff auf ein Schiff in der Nähe des Oman scheinen Schiffe die Passage durch die Straße zu meiden. Laut Reuters liegen mindestens 150 Öltanker mit Rohöl, Flüssiggas und Ölprodukten auf der anderen Seite des Golfs in offenen Gewässern vor Anker. Wenn die Blockade andauert, könnten täglich bis zu 15 Millionen Barrel Rohöl nicht geliefert werden.
Experten warnen, dass im schlimmsten Fall die Ölpreise von etwa 67 USD pro Barrel auf 100 USD steigen könnten. Dies würde viele entwickelte Volkswirtschaften, darunter die USA, vor große Herausforderungen stellen, da sie versuchen, die Auswirkungen von Inflation auf Wirtschaftswachstum und Produktivität zu bewältigen. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran könnte zu steigenden Preisen und einer Inflationkrise für Haushalte führen.
Irans Ölproduktion beeinflusst die globalen Lebenshaltungskosten
Iran ist mit etwa 170 Milliarden Barrel die viertgrößte Ölreserven der Welt, was 9 % der weltweiten Reserven ausmacht. Es spielt eine Schlüsselrolle innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). Trotz langjähriger internationaler Sanktionen hat Iran durch Handel mit China seine Produktion auf etwa 3,5 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Experten analysieren, dass Irans Einfluss nicht nur durch seinen Anteil von 3-4 % an den globalen Exporten besteht, sondern auch durch die Kontrolle strategischer Gebiete und die Fähigkeit, Energieinfrastruktur zu sabotieren. Rystad Energy weist darauf hin, dass Iran Mittel besitzt, die regionale Sicherheitslage zu stören, auch wenn die eigenen Ölexporte dadurch beeinträchtigt werden. Wenn die Regierung bedroht ist, könnten Störungen der Schifffahrtswege als letzte Gegenmaßnahme eingesetzt werden.
Marktanalyse zeigt, dass die militärischen Aktionen die zuvor stabile Ölpreis-Region um 67 USD pro Barrel durchbrochen haben. Sollte der Konflikt nicht schnell beigelegt werden, wird erwartet, dass die Rohölpreise rasch über 90 USD steigen und langfristig sogar 100 USD übersteigen könnten. Für entwickelte Volkswirtschaften, die noch immer die Schatten der Inflation spüren, bedeutet der Anstieg der Energiekosten eine direkte Schwächung der Produktivität und eine Krise bei den Lebenshaltungskosten. Obwohl OPEC und Russland eine Erhöhung der Fördermenge diskutieren, um die Auswirkungen des Konflikts auszugleichen, bleibt die geopolitische Risikoaufschlag bestehen. Analysten warnen, dass die US-Regierung zwar einen Eskalationsgrad vermeiden möchte, um die Wirtschaft vor den Wahlen zu stabilisieren, doch wenn die iranische Öllieferkette beschädigt wird, wird der Wettbewerb um alternative Lieferquellen unweigerlich eine neue Welle globaler Preissteigerungen auslösen.
Diese Artikelüberschrift “Nahost-Konflikt eskaliert: Blockade der Straße von Hormuz durch Iran könnte globale Wirtschaft stark beeinträchtigen” erschien zuerst bei ABMedia.