Am 2. März gab Vitalik Buterin bekannt, dass künstliche Intelligenz die Entwicklungseffizienz erheblich steigert. Ein Experiment, bei dem KI genutzt wurde, um einen Prototyp der Ethereum-2030-Roadmap zu erstellen, zeigt, dass die zukünftigen Kern-Upgrades von Ethereum möglicherweise deutlich schneller voranschreiten könnten als bisher erwartet. Das Experiment entstand aus einem Wetteinsatz eines Entwicklers im Februar dieses Jahres mit Buterin, bei dem versucht wurde, mithilfe von KI in kurzer Zeit eine Referenzimplementierung der zukünftigen Ethereum-Roadmap zu entwickeln.
Buterin schrieb auf der Plattform X, dass dieser Entwickler innerhalb weniger Wochen das sogenannte „Vibe-Coding“ der gesamten Ethereum-2030-Technologieroadmap fertiggestellt habe, was beeindruckend sei. Er ist überzeugt, dass mit der kontinuierlichen Verbesserung der KI-Fähigkeiten beim Codieren Entwickler bei der Protokollentwicklung, Testgenerierung und Funktionsverifikation deutlich effizienter werden, was den Fortschritt bei den Kern-Upgrades von Ethereum beschleunigen könnte.
Das sogenannte „Vibe-Coding“ bezeichnet die automatische Generierung von Anwendungscode durch KI-Modelle, bei der Entwickler lediglich Designziele oder logische Beschreibungen angeben müssen, um schnell Software zu erstellen. Mit der rasanten Entwicklung von KI-Programmierwerkzeugen gewinnt diese Methode in der Blockchain-Entwicklungsgemeinschaft zunehmend an Bedeutung und gilt als bedeutendes Hilfsmittel für die zukünftige Entwicklung von Smart Contracts und den Aufbau von Blockchain-Infrastrukturen.
Buterin warnte jedoch auch vor den offensichtlichen Risiken, die mit KI-generiertem Code verbunden sind. Er wies darauf hin, dass KI, da sie in sehr kurzer Zeit große Mengen an Code produzieren kann, wahrscheinlich schwerwiegende Sicherheitslücken enthält oder manchmal nur „Stub-Code“ generiert, der Funktionen nicht vollständig implementiert. Wenn Entwicklerteams sich zu sehr auf die Geschwindigkeit der KI verlassen und Sicherheitsprüfungen vernachlässigen, könnten dadurch versteckte Gefahren für das Blockchain-System entstehen.
Buterin betonte, dass es sinnvoller sei, die durch KI erzielte Effizienz mit Sicherheitsprozessen zu kombinieren, beispielsweise durch die Nutzung von KI zur Generierung zusätzlicher Testfälle, durch formale Verifikation wichtiger Funktionen und durch die Entwicklung mehrerer Versionen zur gegenseitigen Überprüfung. Er ist der Ansicht, dass das Ziel eines „fehlerfreien Codes“, das lange als schwer erreichbar galt, mit KI-gestützter Entwicklung allmählich Realität werden könnte und letztlich zum Branchenstandard avancieren dürfte.

(Quelle: YQ)
Gleichzeitig verfolgt Buterin weiterhin die kürzlich vorgestellte „Strawmap“-Technologieroadmap der Ethereum Foundation, die die zukünftige Richtung der Protokoll-Updates für die nächsten vier Jahre skizziert. Dabei werden wichtige Technologien wie Skalierbarkeitsoptimierung, Kontenabstraktion und Quantenresistenz behandelt. Er verriet, dass die Kontenabstraktionsfunktion voraussichtlich innerhalb eines Jahres schrittweise eingeführt wird, was als bedeutender Schritt zur Verbesserung der Nutzererfahrung und der Fähigkeiten smarter Wallets bei Ethereum gilt.
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