Mit zunehmender geopolitischer Spannung zwischen den USA und dem Iran sowie den Auswirkungen des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA zur gegenseitigen Zollpolitik ist der internationale Goldpreis wieder auf das Niveau vor etwa einem Monat gestiegen. Analysten führen den Anstieg auf eine verstärkte Präferenz der Investoren für sichere Anlagen infolge der Unsicherheiten zurück.
Die Gold-Futures an der Chicago Mercantile Exchange sind innerhalb eines Monats um 12 % gestiegen. Damit wurde der Einbruch, der Ende Januar durch Margin Calls bei Rohstoff-Futures auf Gold und Silber verursacht wurde, vollständig ausgeglichen. Auch die Silber-Futures zeigen eine ähnliche Erholung mit einem Anstieg von etwa 18 % im gleichen Zeitraum.
Das geopolitische Risiko ist einer der Hauptfaktoren, die Investoren dazu veranlassen, Gold und andere sichere Anlagen zu bevorzugen. Mit der möglichen Erhöhung der Zölle durch Präsident Trump verschärft sich die Unsicherheit weiter. Dies hat die Kaufkraft für Gold gestärkt und zu einem Anstieg der Goldpreise im In- und Ausland geführt.
Auch die Goldpreise in Südkorea steigen. Laut Daten der koreanischen Börse sind die inländischen Goldpreise im Vergleich zum Vormonat um etwa 5 % gestiegen. Besonders nach der Bekanntgabe des Urteils zu den gegenseitigen Zöllen stiegen die Preise deutlich an, und auch die Handelstage nach den Feiertagen zum Lunar New Year verzeichneten einen anhaltenden Aufwärtstrend. Die mit Gold verbundenen börsengehandelten Fonds (ETFs) haben ebenfalls zu einer Erholung der Preise geführt und ziehen die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich.
Obwohl die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve in naher Zukunft die Goldpreisentwicklung möglicherweise einschränken könnte, bestehen aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Unsicherheit bezüglich der Zölle weiterhin gute Aussichten für eine Unterstützung der Goldpreise. Experten prognostizieren, dass der Kaufdruck auf Gold anhält, solange diese geopolitischen Faktoren bestehen.