Ein privater Investor, der sich auf die AI-Halbleiter-Lieferkette spezialisiert hat, hat seit Anfang des Jahres bis vor Kurzem eine Rendite von 477 % erzielt, basierend auf den Quartalsberichten von NVIDIA. Er erklärt, dass die meisten Gewinne kein kurzfristiges Glück sind, sondern das Ergebnis monatelanger kontinuierlicher Forschung und Positionierung. Er teilt großzügig seine Handelsmethodik, die von Materialengpässen, Branchenstrukturen bis hin zu grenzüberschreitenden Kapitalflüssen reicht. Bei seinen Operationen legt er den Fokus auf die kritischen Engpässe in der AI-Industriekette. Dabei handelt es sich nicht nur um einzelne Branchen oder Aktien, sondern um eine Analyse der grenzüberschreitenden Lieferketten.
Von Materialherstellern bis hin zu Speicher, Grundlagenforschung legt die Basis für die Rendite
In seiner Handelsstrategie setzt dieser Investor nicht auf einzelne Trendwerte, sondern konzentriert sich auf die Schlüsselengpässe in der AI-Lieferkette. Zum Beispiel verzeichnete der Materialhersteller AXTI, der von der Knappheit bei Indiumphosphid (InP) profitiert, mehrere Anstiege. Speicherhersteller wie Micron (MU) und SanDisk (SNDK) profitieren vom zunehmenden Bedarf an AI-Speicher und erzielten deutliche Renditen.
Außerdem nutzt er die implizite Volatilitätsänderung bei koreanischen ETFs (EWY), um indirekt auf die steigenden Erwartungen an SK Hynix und Samsung zu setzen, und beteiligt sich an kurzfristigen Chancen bei Energie- und Versorgungs-ETFs (XLU). Die meisten Transaktionen erzielen innerhalb kurzer Zeit prozentuale Renditen im zweistelligen bis hunderter Bereich. Es ist wichtig zu betonen, dass seine Strategie nicht auf einzelne Branchen oder Aktien beschränkt ist, sondern auf eine Analyse der grenzüberschreitenden Lieferketten basiert. Sein Forschungsfokus umfasst:
Speicherengpässe: SNDK, MU, SK Hynix, Samsung, SIMO
Lichtkommunikation / Photonik-Lieferkette: LITE, COHR, AAOI, IQE, AXTI
Energie und Stromnetzinfrastruktur: XLU
Fortschrittliche Verpackungs- und Fertigungsausrüstung: AMKR, ONTO, CAMT, KLIC, FORM, AEHR
Er erklärt, dass viele Kernentscheidungen bereits vor Monaten getroffen wurden, etwa durch die Analyse der Google-Server-BOM, die auf die Lichtkommunikationsnachfrage schließen lässt, oder durch die Ableitung von Halbleiterproduktionskapazitätsengpässen aus Materiallieferanten wie Unimicron und Nittobo. Die aktuellen Gewinne sind im Grunde die Früchte, die vor Monaten gesät wurden.
Kapitalrotation zwischen Taiwan, USA, Japan und Südkorea, die in asiatische Märkte fließt
Neben der Branchenlogik ist auch die globale Kapitalbewegung eine wichtige Quelle für die Performance in diesem Jahr. Kürzlich verlagert sich das Kapital deutlich von den USA und China nach Taiwan, Japan und Südkorea. Er weist darauf hin, dass taiwanesische Aktienfonds in einer Woche mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Zuflüssen verzeichneten, südkoreanische ausländische Netto-Käufe im ersten Halbjahr Februar etwa 1,37 Billionen Won (ca. 10 Milliarden US-Dollar) betrugen, und auch der japanische Markt eine Rückkehr institutioneller Käufer zeigt.
Gleichzeitig zeigen Daten von Goldman Sachs, dass die Short-Aktivitäten in Nordamerika bei -1,52 Standardabweichungen liegen. Er glaubt, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass die Cloud-Giganten (Hyperscaler) ihre Kapitalausgaben in die asiatische Lieferkette verlagern, was die institutionellen Investoren anzieht. Beispielsweise wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für SK Hynix sogar bis 2027 auf etwa 2,2 geschätzt, was zeigt, dass das Kapital die Explosion der AI-Nachfrage bereits vorwegnimmt.
Vier-Schritte-Investment-Methodik, 447 % Rendite in zwei Monaten
Sein Investitionsprozess gliedert sich in vier Phasen:
Veröffentlichung der ersten Forschung (Thesis)
Umwandlung in konkrete Handelsideen
Kontinuierliche vertiefende Recherche (Follow-up DD)
Überprüfung der Ergebnisse nach Markttests
Er folgt einem „Forschung → Handel → Nachverfolgung“-Modell und konzentriert sich auf dynamische, branchenübergreifende Themen, anstatt auf langfristiges Halten einzelner Aktien oder reine Theoriediskussionen. Trotz seiner beeindruckenden Performance bleibt er vorsichtig. Er sagt: „Ich bin nicht perfekt und mache Fehler, aber das Wichtigste ist, dass die grünen Zahlen täglich die roten überwiegen.“ Er gibt auch zu, dass ein Teil seiner Erfolge dieses Jahr auf das Timing des Marktes zurückzuführen ist, aber er ist dankbar, dass seine Forschungslogik vom Markt bestätigt wird.
Was die Kapitalgröße betrifft, ist sein Konto innerhalb von zwei bis drei Monaten von einem kleinen Konto auf etwa 83.000 US-Dollar gewachsen. Er plant weiterhin, zukünftige Themen wie Stromnetzinfrastruktur und Photonik-Lieferketten zu verfolgen.
Dieser Artikel zeigt: Seit Jahresbeginn eine Rendite von 447 %! Ein äußerst erfolgreicher Privatanleger, der die AI-Halbleiter-Lieferkette in Taiwan, den USA, Japan und Südkorea spielt – seine Investment-Methodik offenbart. Ursprünglich veröffentlicht bei Chain News ABMedia.