
Das Bitcoin-Mining-Unternehmen MARA Holdings veröffentlichte nach Börsenschluss am 26. Februar 2026 die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025. Es verzeichnete einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich bedingt durch einen Rückgang des Bitcoin-Preises um etwa 30 % im vierten Quartal, was zu einer Wertminderung der digitalen Vermögenswerte um 1,5 Milliarden US-Dollar führte. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die Gründung eines Joint Ventures mit Starwood Capital Group zur Entwicklung eines KI-Datenzentrums an, was den Aktienkurs nachbörslich um über 15 % steigen ließ.

(Quelle: The Block)
MARA erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 202,3 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 6 % gegenüber 214,4 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Nettoverlust von 1,7 Milliarden US-Dollar steht im starken Gegensatz zum Vorjahresgewinn von 528,3 Millionen US-Dollar. Hauptursache ist die Wertminderung der Bitcoin-Bestände: Der Bitcoin-Preis fiel im Quartal um etwa 30 %, was direkt zu einer Wertminderung der gehaltenen digitalen Vermögenswerte um 1,5 Milliarden US-Dollar führte. Das bereinigte EBITDA lag bei -1,49 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zu positiven 796 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Bemerkenswert ist, dass das vierte Quartal das erste seit 2022 ist, in dem MARA kein Aktien-ATM-Programm zur Emission von Aktien zum Marktpreis genutzt hat. Stattdessen verkaufte das Unternehmen einen Teil seiner Bitcoin-Bestände, um Betriebskapital zu generieren, was auf eine phaseweise Veränderung der Finanzierungsstrategie hindeutet.
In Bezug auf operative Kennzahlen stieg die Hashrate um 25 % auf 66,4 EH/s, die tatsächliche Produktionsmenge sank jedoch: Im vierten Quartal wurden 2.011 Bitcoin geschürft, weniger als die 2.144 im dritten Quartal. Die Energiekosten pro Bitcoin stiegen von 31.608 USD im Vorjahr auf 48.611 USD, was vor allem auf die höhere Netzwerk-Schwierigkeit zurückzuführen ist, die das Hashrate-Wachstum übertraf.
Im Zuge der Quartalszahlen kündigte MARA die Gründung eines Joint Ventures mit Starwood Capital Group an, um in deren energieintensiven Anlagen eine groß angelegte KI-Datenzentrum-Infrastruktur zu entwickeln. Das Ziel ist zunächst eine Unterstützung von etwa 1 GW IT-Kapazität, mit geplanten Erweiterungen auf über 2,5 GW.
Das Management sieht diese Transaktion als Fortsetzung der Transformation von MARA vom reinen Bitcoin-Miner zu einem integrierten Energie- und Digitalinfrastrukturunternehmen. Dabei soll Bitcoin-Mining als flexible Grundlast dienen, während die KI-Rechenkapazitäten neue Ertragsmodelle erschließen. Diese KI-Strategie wird vom Markt offenbar positiver aufgenommen als die Quartalszahlen selbst.
Der Verlust resultiert hauptsächlich aus der buchhalterischen Wertminderung der Bitcoin-Bestände und ist kein tatsächlicher Cash-Abfluss. MARA hält weiterhin 53.822 BTC sowie etwa 5,3 Milliarden USD in Bar und digitalen Vermögenswerten. Der Vorjahresgewinn entstand durch die Wertsteigerung der Bitcoin, beide Effekte spiegeln also nur die Fair-Value-Änderungen wider, nicht operative Gewinne.
Das Ziel des Joint Ventures ist zunächst die Unterstützung von etwa 1 GW IT-Kapazität, mit zukünftiger Erweiterung auf über 2,5 GW. Damit erweitert MARA seine Geschäftstätigkeit vom Bitcoin-Mining hin zu groß angelegter KI-Infrastruktur. Die Marktteilnehmer bewerten die KI-Strategie positiv, was die 15 %-ige Kurssteigerung nachbörslich erklärt.
Das Quartal war das erste seit 2022, in dem MARA kein ATM-Programm nutzte, sondern stattdessen einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkaufte, um Betriebskapital zu sichern. Diese Entscheidung zeigt eine aktive Steuerung der Finanzierungsstrategie, um bei fallenden Aktienkursen eine Verwässerung der Aktionäre zu vermeiden.
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